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Wegen Stockschlägen gegen Kinder angeklagt
58-jährige Grundschullehrerin soll Erstklässler gezüchtigt haben
Plauen (dapd-lsc). Wegen fragwürdiger Erziehungsmethoden muss sich eine Grundschullehrerin aus dem Vogtland seit Montag vor dem Amtsgericht Plauen verantworten. Der Vorwurf der Anklage gegen die 58-Jährige lautet auf mehrfache Körperverletzung im Amt an Minderjährigen. Die Frau soll mit einem Lineal und einem Zeigestock Kinder einer ersten und zweiten Klasse gezüchtigt haben. Zum Prozessauftakt wies die Pädagogin die Vorwürfe indes zurück. Über ihren Anwalt ließ sie verlautbaren, dass sie in 35 Jahren Grundschultätigkeit noch nie Kinder geschlagen oder misshandelt habe.
Laut Anklage soll die Frau in den Jahren 2009 und 2010 in mindestens fünf Fällen Kinder misshandelt haben. Dabei soll sie ihnen unter anderem auf Finger und Hände geschlagen haben, wenn diese unaufmerksam waren. Die Vorwürfe wurden vor Gericht zum Teil durch die Aussagen von misshandelten Kindern untermauert, die als Videoaufzeichnungen im Prozess gezeigt wurden. Darin berichtete ein sieben Jahre alter Junge von einem Stockhieb auf sein Gesäß, nachdem er eine Aufgabe an der Tafel nicht richtig lösen konnte.
Die Vorfälle waren im November 2010 von Eltern angezeigt worden. Sie treten in dem Prozess als Nebenkläger auf. Die 58-jährige Lehrerin ist derzeit krankgeschrieben und unterrichtet nicht mehr.
Der Prozess soll am 20. Januar mit Anhörung weiterer Zeugen fortgesetzt werden. Ein Urteil wird für den 6. Februar erwartet.
dapd