Fußball
Schmidt hofft auf Endspurt im Ticketverkauf
DFB-Schatzmeister Horst R. Schmidt setzt hinsichtlich des unbefriedigenden Ticketabsatzes für die Fußball-WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) auf den Start des Direktverkaufes am 15. April. "Ich hoffe, das gibt nochmal einen guten Schub. Wir haben bisher von insgesamt knapp drei Millionen Tickets rund 2,2 Millionen verkauft. Es müssen also noch 700.000 bis 800.000 Karten verkauft werden. Dafür haben wir rund 90 Tage Zeit", sagte Schmidt, der den Weltverband FIFA in Südafrika-Fragen berät, während einer Podiumsdiskussion in Berlin.
Besonders bei den einheimischen Fans hinke der Ticketabsatz hinterher. "Natürlich ist das Internet in Südafrika weniger Menschen zugänglich. Deshalb hoffen wir auf den direkten Verkauf. Zum Schluss sollte der Heimanteil der Tickets bei zwei Dritteln, also rund zwei Millionen, liegen", sagte Schmidt. Um den Verkauf zusätzlich anzukurbeln, sei der Anteil der günstigsten Tickets auf rund 30 Prozent erhöht worden. Parallel zum Direktverkauf läuft der Internetvertrieb der Tickets weiter. Südafrikas Tourismusminister Marthinus van Schalkwyk kritisierte unterdessen die seiner Meinung nach zu negative Berichterstattung der deutschen Medien. "Ich habe einige Artikel gelesen, in denen die Sorgen über die Sicherheit doch stark übertrieben waren. In Washington D.C., London oder Moskau gibt es auch Gegenden, von denen man weiß, dass man sie meiden sollte", sagte er. Natürlich sei es wichtig, die Sicherheitsfrage zu stellen. "Und wir werden sie auch beantworten, aber etwas mehr Fairness wäre schon wünschenswert", sagte der südafrikanische Politiker, der davon überzeugt ist, dass "die WM ein großartiger Erfolg wird".
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