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Bayerische Landesbank rechnet für 2011 mit roten Zahlen

Abschreibung bei ungarischer Tochter MKB zieht die BayernLB ins Minus

München (dapd-bay). Wieder ein schwerer Rückschlag für die Bayerische Landesbank: Das Institut rechnet wegen Problemen in Ungarn für 2011 mit einem Verlust. Bei der ungarischen Tochter MKB Bank sei eine Abschreibung notwendig, die die BayernLB wahrscheinlich ins Minus drücke. Grund seien staatliche Eingriffe der ungarischen Regierung, teilte die Landesbank am Donnerstag in München mit.

Das Institut verwies auf "eine extrem hohe Bankenabgabe" und das jüngst verabschiedete Fremdwährungswandlungsgesetz. Dadurch würden die Ertragsaussichten der MKB Bank deutlich geschmälert. Den Verlust der BayernLB müssen Eigentümer von Genussscheinen und Halter von Stillen Einlagen wahrscheinlich mittragen. Die Höhe der Beteiligung stehe erst Ende April fest, hieß es weiter.

Der erwartete negative Jahresabschluss gemäß dem Handelsgesetzbuch (HGB) ist wieder eine schlechte Nachricht für die BayernLB, die vom Freistaat Bayern Ende 2008 mit zehn Milliarden Euro vor dem Kollaps bewahrt werden musste. Grund waren damals Fehlspekulationen auf dem US-Immobilienmarkt.

Seither versucht die Bank, wieder auf die Beine zu kommen und fokussiert sich auf Kunden im Unternehmens- und Immobilienbereich. Die Schwierigkeiten in Ungarn hätten die positive Entwicklung im operativen Kundengeschäft überlagert, teilte die Landesbank mit.

Noch im Sommer hatte der Vorstandsvorsitzende Gerd Häusler zwar einen Rückgang des Vorsteuerergebnisses, aber dennoch schwarze Zahlen angekündigt. Im dritten Quartal aber rutschte die BayernLB überraschend in die Verlustzone - wegen unerwartet hoher Belastungen aus dem Ungarn-Geschäft. Die US-Ratingagentur Moody's stufte die Bewertung der Bonität für die Landesbank deutlich herab.

Wegen der staatlichen Krisenhilfe für die BayernLB ist bei der EU-Kommission noch ein Beihilfeverfahren anhängig, an dessen Ende die Kommission Auflagen für die künftige Entwicklung der Bank bekanntgeben wird. Einen Abschluss gibt es bislang nicht, weil es Streit mit den Sparkassen über eine Beteiligung an der Restrukturierung der BayernLB gibt.

dapd

 
erschienen am 12.01.2012
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