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Brüssel will den Internethandel verdoppeln
Einkaufen über Landesgrenzen hinweg soll attraktiver und Bezahlen einfacher werden
Brüssel (dapd). Musik, Bücher oder Klamotten - zwei von fünf Europäern nutzen für ihre Einkäufe bereits das Internet. Doch die meisten Geschäfte bleiben innerhalb der Landesgrenzen. Weniger als ein Viertel aller Käufer traut sich bislang, seine Sachen auch im Ausland zu bestellen - aus Angst vor überbordenden Kosten, Ärger mit dem Versender oder weil der Verkäufer beispielsweise die nationale Kreditkarte nicht akzeptiert.
Das soll sich nach dem Willen der EU-Kommission nun ändern. Sie will den Internethandel ankurbeln und den Einzelhandel über das Internet bis 2015 sogar verdoppeln - damit Europa in diesem Bereich nicht den Anschluss an Amerika, Korea oder Japan verliert. Um das zu erreichen, kündigte die Kommission am Mittwoch ein ganzes Bündel von Maßnahmen an, die in den kommenden Monaten angestoßen werden sollen.
Es gehe darum, "die Sache einfacher zu machen", betonte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. So seien Lieferungen über Landesgrenzen hinweg immer noch zu teuer und Lieferfristen teilweise zu lang. Auch der Bezahlung über das Internet, den Sicherheitsvorkehrungen sowie den Möglichkeiten der Verbraucher, sich über Angebote im Ausland zu informieren und ihre Rechte bei Schwierigkeiten mit dem Verkäufer durchzusetzen, will Brüssel sich widmen.
Erste konkrete Gesetzesvorhaben will die Kommission dazu in den nächsten Monaten vorlegen. Brüssel verspricht sich von der Initiative mehr Wachstum, sinkende Preise, zahlreiche Jobs und gleichzeitig einen besseren Umweltschutz, da die Abwicklung über das Internet viele Reisen sowie die Produktion vieler physischer Produkte überflüssig machen könnte.
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