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Den Fluggesellschaften wird die Flugsicherheit zu teuer
Verband fordert tiefgreifende Reformen - Ausschreibung für kleinere Flughäfen vorgeschlagen
Berlin (dapd). Den Fluggesellschaften wird die Flugsicherheit zu teuer. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften, Michael Engel, verlangte in Berlin tiefgreifende Reformen, darunter eine mindestens teilweise Ausschreibung der Dienstleistungen an Flughäfen.
Als Anlass für die Kritik nannte Engel anhaltende Qualitätsmängel in Form von Verspätungen trotz steigender Personaldecke bei den Fluglotsen. Deren Produktivität sei relativ zu den Flugbewegungen gesunken. Das schlage direkt auf die Kosten für die Flugsicherung durch, kritisierte Engel.
Nach wie vor sind die Airlines verärgert über die seit Jahrzehnten ausstehende Umsetzung des "Single European Sky" - des einheitlichen europäischen Luftraums. Aber nicht nur Europa sei schuld an den unzureichenden Leistungen der Fluglotsen; Deutschland nehme zusammen mit Italien und dem Vereinigten Königreich eine Spitzenposition bei den Kosten der Flugsicherung ein, während Spanien und Frankreich ihre einst exorbitant hohen Kosten gesenkt hätten. Die genannten fünf Länder bilden die "Big Five" - die in Bezug auf den Flugverkehr größten Länder, ohne die in der EU nichts durchsetzbar ist.
Der Deutschen Flugsicherung (DFS) "fehlt der Wille, an die bestehenden Strukturen heranzugehen", sagte Engel. Als Ursachen machte er die Monopolstellung der Deutschen Flugsicherung und den starken Einfluss der Gewerkschaft aus. Er schlug eine unabhängige Kommission unter Einschluss der Nutzer vor, die bis Jahresende Eckpunkte für Reformen erarbeiten solle. Konkret nannte er die Ausschreibung der Flugsicherung für kleinere Flughäfen unter 50.000 Flugbewegungen pro Jahr.
(Bundesverband: www.bdf.aero )
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