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Gewerkschaft ver.di erhebt Vorwürfe gegen Schlecker

Passau (dapd). Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kritisiert die Führung der Drogeriemarktkette Schlecker. Das Unternehmen habe sein Filialnetz lange stark ausgebaut, ohne genug in einzelne Geschäfte zu investieren, sagte ver.di-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger der "Passauer Neuen Presse" (Montagsausgabe) laut Vorabbericht. Hinzugekommen seien hoher Druck auf die Beschäftigten, starke Kontrolle und Dumpinglöhne.

Schlecker mit deutschlandweit etwa 30.000 Mitarbeitern will Anfang der Woche einen Antrag auf Planinsolvenz einreichen. Dabei wird der Antrag mit einem Sanierungsvorschlag verbunden.

Nutzenberger sagte: "Ziel ist auf jeden Fall der Fortbestand des Unternehmens und daran ausgerichtet der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze." Ver.di erwarte von Firmenpatriarch Anton Schlecker, dass er sich auch mit seinem Privatvermögen an der Rettung beteilige. Die Gewerkschaft forderte zudem Mitspracherechte für die Belegschaft während des Insolvenzverfahrens.

dapd

 
erschienen am 23.01.2012
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