Hier geht es schon elektromobil zu: Reginald Fuchs (l.) von Envia zapfte für Hohestein-Ernstthals Oberbürgermeister Erich Homilius auf dem Altmarkt den ersten Strom aus der E-Bike-Ladestation.  Hier geht es schon elektromobil zu: Reginald Fuchs (l.) von Envia zapfte für Hohestein-Ernstthals Oberbürgermeister Erich Homilius auf dem Altmarkt den ersten Strom aus der E-Bike-Ladestation.

Foto: A. Kretschel

Sächsisches Bündnis für Elektromobilität

Envia M und Motorenwerke Zschopau setzen auf grüne Energie

Chemnitz/Zschopau. Der schnelle Atomausstieg in Deutschland bestätigt die Strategie von Envia M. Das Chemnitzer Unternehmen ist zu Jahresbeginn in den Zukunftsmarkt Elektromobilität eingestiegen. Laut Envia-M-Chef Carl Ernst Giesting wird diese Technologie vorerst getestet. Dabei werden Elektroautos, -roller und -fahrräder vermittelt und schrittweise eine Ladeinfrastruktur aufgebaut. Envia M arbeitet dabei bereits mit dem Hartmannsdorfer Fahrradhersteller Diamant zusammen und bietet diese Elektrofahrräder zur Vermietung an Firmen und Privatpersonen an. Für grüne Mobilität soll das Angebot künftig mit Elektrorollern aus Zschopau erweitert werden. "Die Roller von MZ passen in unsere Pläne", sagte Envia-M-Sprecher Stefan Buscher.

Welcher Roller ausgeliehen werden kann, das steht derzeit noch nicht fest. MZ will im Zusammenhang mit dem Motorrad Grand Prix (GP) in 14 Tagen auf dem Sachsenring ein neues Modell eines Elektrorollers vorstellen. Ob es das ursprünglich geplante Modell Emely sein wird, ist nach Worten von MZ-Sprecher Schulz jedoch offen. "Wir müssen schauen, ob Emely so kommen wird", sagte er. Ein Roller des Modells Emely Hybrid sei kürzlich von Dritten getestet und dabei die Räder als zu klein bemängelt worden. Daran werde derzeit gearbeitet.

Das ist im Moment aber nicht das einzige Problem von MZ. Das von den Vorbesitzern Hong Leong Ende 2008 geschlossene Werk wurde im März 2009 von den ehemaligen GP-Rennfahrern Ralf Waldmann und Martin Wimmer sowie dessen Frau Martina Häger übernommen. Die Philosophie der Firma ist, moderne innovative Technologien, die die Umwelt schonen, mit der Tradition zu verbinden. Im April dieses Jahres wurde eine für die Wiederbelegung der Produktion notwendige Landesbürgschaft bewilligt. Reichlich zwei Monate danach ist laut Firmensprecher Schulz jedoch die Bewilligungsurkunde noch nicht bei MZ eingegangen. Seiner Ansicht nach könnte die Verzögerung mit einer Neuordnung der Gesellschafterstruktur in Zusammenhang stehen. "Wir wissen nicht, wo es stockt. Am Finanzministerium liegt es jedenfalls nicht", sagte Sprecher Stephan Gößl.

 
erschienen am 04.07.2011 ( Von Ramona Nagel )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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