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Wegen Untreue angeklagter Banker legt Geständnis ab
War angeblich dem Druck als Filialleiter nicht mehr gewachsen
Bamberg (dapd). Ein Banker aus Oberfranken, der über eine Million Euro an Kundengeldern veruntreut haben soll, hat die Taten größtenteils gestanden. Als Motiv gab der 35-jährige Vater zweier Kinder am Dienstag beim Prozessauftakt vor dem Oberlandesgericht Bamberg an, dem Druck als Filialleiter nicht mehr gewachsen gewesen zu sein. Die Zielvorgaben seiner Bank habe er nicht mehr erfüllen können.
Aus Angst, Kunden zu verlieren, begann der Mann nach eigenen Angaben ab dem Jahr 2007, weitaus höhere Guthabenzinsen als marktüblich einzuräumen. Auch habe er offene Kredite von Kunden ausgeglichen, damit die Filiale seiner Bank nicht negativ bei den jährlichen Umsatzprüfungen auffalle. Das dazu notwendige Geld habe er sich von Konten gut betuchter Kunden geholt, die nur selten ihre Auszüge überprüften.
Zwischen 2007 und 2011 soll der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft in 28 Fällen seine Befugnis, über andere Vermögen zu verfügen, missbraucht haben. Er fälschte Unterschriften, teilweise händigten ihm gutgläubige Kunden aber auch Blankovollmachten aus. Der Angeklagte räumte auch ein, von einem Konto 100.000 Euro bar abgehoben zu haben. Von dem Geld kaufte er sich einen Audi A7.
Der Schwindel flog auf, als eine Kundin eines leergeräumten Kontos eine Auszahlung in Höhe von 170.000 Euro tätigen wollte. Der Banker zeigte sich daraufhin im April vergangenen Jahres selbst an. Wenig später wurde er festgenommen.
Die Verhandlung wird am Nachmittag mit der Vernehmung von Zeugen fortgesetzt. Ein Urteil wird für Donnerstag erwartet.
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