Brillen sind oft eine teure Anschaffung. Sie brauchen gute Pflege.
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Beschlagene Gläser machen Brillenträgern zu schaffen
Innovation verspricht jetzt Abhilfe
Chemnitz. Brillengläser, die nicht beschlagen, davon träumt wohl jeder, der dauerhaft auf eine Sehhilfe angewiesen ist. Hausmittel gibt es viele, doch im alltäglichen Gebrauch zeigen sie oft Schwächen. So soll das Verreiben eines Tropfens Spülmittel, Spiritus oder Essig auf dem Brillenglas verhindern, dass sich winzige Tröpfchen Kondenswasser ablagern. Auch Antibeschlagtücher bietet der Handel an.
Da vor allem bei Kunststoffgläsern Zurückhaltung in Sachen Putzmittel und Chemikalien empfohlen wird, sind diese Hausmittel nur bedingt geeignet.
Eine Neuentwicklung, die auf der Fachmesse 2011 in Paris mit dem "Silmo d'or" ausgezeichnet wurde, was als Oscar der Augenoptik gilt, sind speziell beschichtete Brillengläser, die nach Kontakt mit einer Aktivierungsflüssigkeit bis zu eine Woche das Beschlagen verhindern. Das Optifog-System wurde vom Hersteller Essilor als Patent angemeldet.
Das Beschlagen von Brillengläsern zu vermeiden, ist nicht zuletzt auch eine Frage der Sicherheit, zum Beispiel im Straßenverkehr, beim Bedienen von Maschinen oder beim Passieren von Treppen in Hausfluren. Eine Studie ergab, dass 84 Prozent der befragten Brillenträger das Beschlagen der Gläser als besonders lästig empfanden und sich neben höherer Kratzfestigkeit, Antistatikwirkung und Reflexminderung eine dauerhafte Lösung des Sichtproblems wünschen. Kontaktlinsen sind zwar eine Alternative, werden aber nicht von jedem toleriert.
Das Wirkprinzip der Antibeschlagbeschichtung ist einfach: Durch eine spezielle Oberflächenstruktur bleiben die kleinen Tropfen des Kondenswassers nicht punktuell auf dem Glas, sondern verteilen sich gleichmäßig auf der ganzen Glasoberfläche. Der entstehende Wasserfilm ist unsichtbar. Der Sehkomfort wird so besonders im Winter erhöht. (sw)