Kerzen verbreiten festliche Stimmung.
Foto: Gütegemeinschaft Kerzen
Rauchfrei und sicher im Kerzenlicht
Bei Kerzen auf Qualität der Produkte und Sicherheit im Umgang achten
Chemnitz. Kerzen können die besinnliche Stimmung empfindlich stören - beispielsweise wenn sie auf den teuren Teppich tropfen, rußen und qualmen oder zu schnell abbrennen. Wer das vermeiden will, sollte auf Qualität beim Kerzenkauf setzten. Orientierung bietet das RAL-Gütezeichen Kerzen. Vor allem enthalten die Kerzen mit diesem Gütezeichen nur geringe Mengen an gesundheits- und umweltschädlichen Stoffen, die beim Abbrennen freigesetzt werden könnten.
Die Anforderungen dafür wurden jetzt zum Teil erheblich verschärft, informiert die Gütegemeinschaft Kerzen. Die Güte- und Prüfbestimmungen umfassen unter anderem das Aussehen, das Abbrandverhalten, die Tropffestigkeit sowie das Rußverhalten und das Nachglühen des Dochts. So verpflichten sich die Hersteller zu einer optimalen Abstimmung von Kerzenmaterial und Docht, um die Rußentwicklung zu vermindern. Um Anforderungen des Gesundheits- und Umweltschutzes gerecht zu werden, sind Farben, Lacke und Duftstoffe, die bei der Herstellung verwendet werden dürfen, detailliert festgelegt.
Doch nicht nur beim Kauf ist Umsicht gefragt. Auch auf den sorgsamen Umgang mit Kerzen muss bewusst geachtet werden, appelliert die Aktion "Das sichere Haus" zu Beginn der Adventszeit. Ein Adventskranz mit Kerzen steht am sichersten auf einer Unterlage aus Metall, Glas, Ton, Steingut oder Porzellan. Auch Kerzenhalter sollten aus einem dieser Materialien sein. Sie müssen die Kerze stabil halten.
Wichtig ist, Kerzen rechtzeitig zu wechseln, bevor sie ganz niedergebrannt sind. Papiermanschetten im Kerzenhalter sind ein zusätzliches Brandrisiko. Diese sollte man weglassen. Ein Sicherheitsplus sind selbstlöschende Stumpenkerzen. Sie verlöschen, bevor die Kerze komplett heruntergebrannt ist. Vor dem Verlassen des Raumes sollten alle Kerzen gelöscht werden. Vor allem Kleinkinder sollten nicht mit brennenden Kerzen allein sein - die Herausforderung zu riskanten Experimenten ist einfach zu groß. (pl)