Bunte Lichterketten bestimmen in den nächsten Wochen wieder das Straßenbild.
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Schön, sparsam, sicher
Bei Weihnachtsdekoration sind Sicherheit und geringer Stromverbrauch gefragt
Chemnitz. Viele dekorieren in der Weihnachtszeit nicht nur die eigenen vier Wände, sondern gleich das ganze Haus - und zwar von außen. Doch das kann riskant sein, wie Thomas Haupt vom Tüv Rheinland weiß. "Viele Geschäfte verkaufen Produkte von minderer Qualität, von denen wir dringend abraten", warnt der Experte. Zu Recht, denn bei europaweiten Testkäufen im letzten Jahr fiel jede zweite Lichterkette bei den Prüfern durch. Das heißt, sie hätten gar nicht in den Handel gelangen dürfen. Die häufigsten Mängel: fehlende Sicherheitshinweise, schlechte Verarbeitung, sogar Konstruktionsfehler.
Trend geht zu LED
Der Trend geht weg von der Glühlampe und hin zur LED (Licht emittierenden Diode). Dafür gibt es viele gute Gründe: Die Lichtquelle LED ist überaus effizient und spart Stromkosten. Weihnachtsdekoration mit Leuchtdioden-Technik hat sich in den letzten Jahren einen festen Platz in den Verkaufsregalen erkämpft. Tüv-Experte Haupt: "LED besitzen eine längere Lebensdauer und verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühbirnchen." So lassen sich die in der Adventszeit anfallenden Stromkosten merklich reduzieren. Ein zusätzlicher Vorteil: Fällt doch einmal eine Leuchtdiode in der Lichterkette aus, muss sie nicht - wie bei normalen Lampen nötig - sofort ersetzt werden. Die Gefahr einer Überlastung besteht bei LED nicht. Der Tüv rät zu LED-Lichterschmuck mit Transformator. Denn ein Transformator reduziert die Steckdosenspannung um ein Vielfaches und macht die Weihnachtsbeleuchtung für den Außenbereich noch sicherer.
Farbige Weihnachtsbeleuchtung ist laut Licht.de, der Fördergemeinschaft Gutes Licht, mit LEDs besonders leicht umzusetzen, da die Dioden von Natur aus farbiges Licht abstrahlen. Diese Eigenschaft erlaubt eine farbenfrohe Gestaltung der weihnachtlichen Dekoration. Einfarbige Lichterketten in Blau oder Gelb sind ebenso erhältlich wie solche mit Farbwechsel. Eine Alternative zur herkömmlichen Kette sind Lichtschläuche. Sie sind flexibel einsetzbar, strahlen Licht nach allen Seiten ab und sind besonders gut gegen Einflüsse von außen geschützt.
Doch nicht nur für Lichterketten und Lichtschläuche wird die LED genutzt, bilanziert Licht.de. Dank ihrer kompakten Form und geringen Wärmeentwicklung eignet sie sich zur Beleuchtung der verschiedensten Dekoelemente. Die Palette reicht vom beleuchteten Adventskalender über Fensterschmuck bis zum Weihnachtsengel.
Prüfzeichen bieten Sicherheit
Generell empfiehlt Tüv Rheinland, Leuchtdekoration nur bei großen und vertrauenswürdigen Handelsketten zu kaufen, bei denen auch ein Umtausch der Ware möglich ist. Eine weitere Faustregel: Der Preis sagt viel über Qualität und Sicherheit eines Produktes aus.
Der Einsatz im Freien stellt besondere Anforderungen an ein Produkt. Lichterketten, die schlecht isoliert sind und nur einen unzureichenden Nässe-Schutz bieten, werden schnell zum Risiko, warnt Tüv Rheinland. Stromschläge oder Brände durch Überlastung können die Folge sein. Anerkannte Prüfzeichen bieten beim Kauf Orientierung. Hervorzuheben ist das GS-Zeichen ("Geprüfte Sicherheit"), das von neutralen Stellen wie Tüv oder Dekra vergeben wird. Des Weiteren muss auf Lichterketten für den Außenbereich das Kürzel IP 44 zu finden sein. Damit gekennzeichnete Produkte sind wetterbeständig und können ruhigen Gewissens an der Fassade oder im Garten angebracht werden. Außerdem sollte das Produkt Warnhinweise zum sicheren Betrieb in deutscher Sprache tragen.
Darüber hinaus empfiehlt es sich, schon im Laden einen prüfenden Blick auf Leitungen, Fassungen und Lampen zu werfen. Das gilt auch für zu Hause, wenn die Weihnachtsbeleuchtung wieder hervorgeholt wird. (pl)