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Ausgesperrt und abgezockt
Kunden sollten nicht den erstbesten Schlüsseldienst wählen
Berlin (dapd). Ein Windzug und schon ist es passiert. Man wollte nur kurz den Müll wegbringen und steht plötzlich vor der verschlossenen Tür. Gut, wer in dieser Situation einen zweiten Schlüssel bei einem Freund oder Nachbarn hinterlegt hat. Das spart viel Aufregung und Geld.
Denn das Einschalten eines Schlüsseldienstes kann teuer werden. Manche Anbieter nutzten die Notsituation aus und verlangten von den Kunden überhöhte Preise, warnen Verbraucherzentralen. Die Firmen wissen, dass viele Ausgeschlossene in ihrer Aufregung die erstbeste Nummer aus dem Telefonbuch wählen und lassen sich unter dem Anfangsbuchstaben A ganz vorn in die Liste eintragen.
Dabei geben sie oft örtliche Telefonnummern an, so dass der Anrufer glaubt, es sei eine heimische Firma. Er wird aber zu mobilen Diensten weitergeleitet und landet bei einer auswärtigen Firma, die dann hohe Anfahrtskosten berechnet. Das ist zwar nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf (Aktenzeichen: 20 U 174/02) irreführend und damit wettbewerbswidrig, aber dennoch gängige Praxis.
"Gerade im Notfall, wenn man schnell eine vertrauenswürdige Firma finden muss, sollte man ein bekanntes regionales Unternehmen beauftragen und gleich einen verbindlichen Festpreis vereinbaren", rät Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Auch in einer Notsituation ist es erforderlich, möglichst mehrere Schlüsseldienste anzurufen und sich über die Kosten zu informieren. Will der Anbieter am Telefon darüber keine Angaben machen, sollte man lieber auf seine Dienste verzichten.