Stachelbeere Stachelbeeren können im März gepflanzt werden. Empfehlenswert sind Sorten, die widerstandsfähig gegen Mehltau sind.

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Zuwachs für den Obstgarten

Die folgenden Arbeiten im Haus- und Kleingarten sind im März wichtig

Chemnitz. Der März ist für Hobbygärtner der Region ein schwieriger Monat - zumindest, was den Zeitpunkt für bestimmte Arbeiten betrifft. Während im Gebirgsvorland der Boden meist schon bestellt werden kann, sind die Parzellen im Bergland oft noch bis Ende März weder schnee- noch frostfrei. Die empfohlenen Arbeiten werden sich dort auch wegen der aktuellen Wetterlage entsprechend verzögern.

Obst: Im zeitigen Frühjahr werden in vielen Gärten Obstbäume oder -büsche in die Erde gebracht. Jede Neupflanzung benötigt ein Pflanzloch, das dem Wurzelvolumen angemessen Platz bietet. Lockert man den Boden dabei zu tief, setzt er sich innerhalb weniger Wochen so sehr ab, dass die dicht über dem Wurzelhals befindliche Veredlungsstelle mit ins Erdreich rutschen kann. In der Folge wird oberhalb der Veredlungsstelle eine Wurzelbildung aus der Rinde angeregt und der Baum stößt die Unterlage ab. Dadurch geht der Einfluss, den die aufveredelte Sorte auf Fruchtbarkeit, Frostwiderstandsfähigkeit, Wuchskraft und Gesundheit des Gehölzes hat, verloren.

Im vergangenen Jahr waren in der Region viele Sträucher und Hochstämme mit dem Amerikanischen Stachelbeermehltau, einer Pilzkrankheit, befallen. Vorbeugend können sie mit Beginn des Austriebs mit einem zugelassenen Pflanzenschutzmittel behandelt werden. Besser ist es jedoch, sich jetzt von solchen Gewächsen zu trennen und sie durch Stachelbeersorten wie "Mucurines", "Redeva" oder "Rexrot" zu ersetzen. Sie sind resistent gegen Mehltau.

Nektarinen sind wegen ihrer glatten Fruchthaut eine beliebte Obstart. Ein solcher Baum kann auch in hiesigen Gärten gedeihen. Baumschulen und Gartenfachmärkte führen entsprechendes Pflanzgut, zum Beispiel die Sorten "Indpedence", "Morton" und "Rhonegold". Doch Nektarinen benötigen zum optimalen Wachstum Weinbauklima. Deshalb sind in hiesigen Regionen geschützte Standorte, etwa sonnige, vor Spätfrösten geschützte Hauswände oder Mauern, zu empfehlen.

Gemüse: Wenn der Boden beim Bearbeiten mit Handgrubber oder Harke krümelt - das kann in einigen Regionen bereits zu Monatsbeginn möglich sein -, sind Aussaaten von Gemüsearten wie Ackerbohne, Erbse, Möhre, Petersilie, Radies, Rettich, Schnittsalat, Schwarzwurzel, Speisezwiebel und Spinat möglich. Die auflaufenden Sämlinge können die im Boden noch vorhandene Winterfeuchte voll zu ihrer Entwicklung nutzen. Sofern noch nicht geschehen, werden auch Knoblauch, Schalotten und Speisezwiebeln gesteckt. Mit Folie überbauter Rhabarber wird zwei Wochen früher als üblich erntefähig.

Bis Mitte des Monats wird Frühkartoffel-Pflanzgut gekauft und in einem hellen, mäßig warmen (12 bis 15 Grad Celsius) Raum vorgekeimt. Dort bilden die Saatkartoffeln zirka zwei Zentimeter lange Lichtkeime. Hat sich der Boden ausreichend erwärmt, werden die Knollen gelegt und zehn bis zwölf Zentimeter hoch mit Erde bedeckt. Ein Abstand der Reihen von 70 und des Saatguts innerhalb der Reihe von etwa 30 Zentimetern ist empfehlenswert.

Zierpflanzen: Der optimale Pflanzabstand für Beet- und Schnittrosen beträgt 50 mal 50 bis 60 Zentimeter. Zu dicht stehende Büsche leiden oft unter Befall durch Mehl- und Sternrußtau. Zum richtigen Standort der jeweiligen Sorte sollte man sich im Fachhandel erkundigen.

Von Gräsern und Stauden können zu Monatsbeginn die vertrockneten vorjährigen Sprosse entfernt werden. Im Sommer oder Herbst blühende Stauden wie Kokardenblume, Margerite, Sonnenhut und Taglilie lassen sich jetzt zur Bestandsvermehrung teilen. Bei guter Pflege zeigen gut entwickelte Teilstücke schon zur nächsten Blütezeit einen üppigen Flor.

Krokus, Märzenbecher, Narzissen oder Schneeglöckchen werden in den nächsten Wochen in vielen Gärten blühen - auch auf Rasenflächen. Doch erst, wenn das Laub der Frühblüher welkt, sollte gemäht werden. Der Grund: Gleich nach ihrer Blütezeit legen die Frühlingsboten die Grundlagen für das Wachstum im nächsten Jahr, speichern in den Zwiebeln die Energie, die sie mithilfe der Fotosynthese sammeln. Und dazu wird jedes Blatt benötigt.

 
erschienen am 01.03.2013 ( Von Siegfried Neumann )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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