Pilz lässt Obst faulen

Tipps zum Pflanzenschutz im Haus- und Kleingarten

Chemnitz. An Kern- und Steinobst tritt verstärkt Fruchtmonilia auf, informiert das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Ausgehend von Verletzungen wie Bohrlöcher der Obstmaden bilden sich an den Früchten bräunlich gefärbte Fäulnisherde, die sich allmählich ausbreiten. Innerhalb kurzer Zeit entstehen auf den Faulstellen in konzentrischen Ringen grau-gelbe Schimmelpolster. Meist bleiben die Früchte unter Verhärtung als Fruchtmumien den Winter über am Baum hängen und sind Infektionsquellen für das nächste Jahr. Die befallenen Früchte sollten abgepflückt bzw. aufgelesen und aus dem Garten entfernt werden. Bei starkem Befall können für spät reifende Pflaumensorten je nach Witterung jetzt noch zwei bis drei Spritzungen im Abstand von etwa 14 Tagen mit zum Beispiel Teldor oder Monizin Obst Pilz-Frei (Wartezeit jeweils drei Tage) empfohlen werden. Für Kernobst steht derzeit kein Mittel zur Verfügung.

Bei anhaltend heißer Witterung sind bei verschiedenen Früchten Schäden durch Sonnenbrand möglich. Es bilden sich dabei einseitige, fahlgelbe oder rötlich-braune Flecke, die dadurch ungenießbar werden. Soweit es technisch möglich ist, sollte bei entsprechender Witterung zur Verhinderung von Sonnenschäden eine kurzfristige Schattierung von empfindlichen Gehölzen in Erwägung gezogen werden. (lu)

 
erschienen am 03.08.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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