Sprachschule Angela Donat ist Geschäftsführerin der Sprachenschule "Foneta" in Chemnitz. Sie schult Mitarbeiter in Firmen und Privatleute, weil zum Beispiel Englisch im Beruf dazu gehört.

Foto: Wolfgang Schmidt

"Fremdsprachenkenntnisse gehören zur Allgemeinbildung"

Angela Donat leitet Sprachenschule in Chemnitz - Sie hält nichts von Muttersprachlern als Ausbilder

Chemnitz. Ihre Welt ist die Sprache: Angela Donat, promovierte Diplomlehrerin für Deutsch und Englisch, weiß: "Die meisten von uns können im Ausland sprachlich überleben. Aber wer kann über Fachliches des eigenen Berufes so kommunizieren, dass am Ende keine Missverständnisse entstehen?" Deshalb sind ihre Schüler meist nicht Jugendliche, sondern Erwachsene. Angela Donat ist Geschäftsführerin der Chemnitzer Sprachenschule "Foneta", die sie im Jahr 2000 gründete. Vor allem im Maschinenbau sowie der Solar- und Automobilindustrie machen sie und ihr Team Mitarbeiter in Unternehmen fit für die Kommunikation in einer fremden Sprache.

Gute Fremdsprachenkenntnisse gehören zur Allgemeinbildung, wie die Fähigkeit einen Computer zu bedienen, ist Angela Donat überzeugt. In vielen Bereichen des Berufslebens sei Englisch mittlerweile unerlässlich. Dabei gehe es nicht nur darum, Fachbegriffe zu lernen. "Experten verstehen sich untereinander oft problemlos", weiß Donat aus Erfahrung. Schwieriger werde es aber, wenn die Fachleute zum Beispiel einem Kunden Produkte, Projekte oder Ähnliches erläutern müssen. "Dafür braucht man ganz andere Vokabeln", so Donat. Beim Verkaufstraining gehe es nicht nur um "nackte" Fakten und technische Daten, sondern um Verhandlungsgeschick und natürlich auch um schauspielerische Qualitäten. All das trainieren die rund 20 Dozenten bei "Foneta" mit den Kursteilnehmern.

Das Erlernen oder Vertiefen einer Fremdsprache hat aber noch einen ganz anderen Effekt. "Durch die Fremdsprache wird auch die eigene Kommunikation verbessert", weiß Angela Donat aus beruflicher Erfahrung. Denn durch das bewusste Auseinandersetzen mit einer Fremdsprache lerne man nicht nur viel über die Kultur des jeweiligen Landes, sondern man werde auch sensibilisiert für Formulierungen, die in anderen Ländern ganz anders aufgefasst werden.

Entgegen dem weit verbreiteten Trend, dass Muttersprachler Unterricht geben, hat Angela Donat ihre ganz eigene Meinung zu diesem Thema. "Bei mir darf nur auf die Kanzel, wer sein Fach auch gelernt hat", gibt sie selbstbewusst zu. Der Grund sei einfach: "Wer eine Fremdsprache studiert, lernt ja nicht nur das Sprechen, sondern auch Grammatik und wie man das Gelernte weitergibt sowie vieles mehr." Das alles seien wichtige Kenntnisse, die ein Dozent unbedingt brauche und ein Muttersprachler nicht automatisch mitbringe.

 
erschienen am 28.12.2009 ( Von Grit Strietzel )
 
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