Stefanie Preißler studiert Industriearchäologie in Freiberg.Interview
Seit 2003 studiert Stefanie Preißler Industriearchäologie in Freiberg. Im Moment schreibt die 24-Jährige ihre Diplomarbeit. Die Entscheidung für Freiberg und die Industriearchäologie hat sie nie bereut. Mit der Studentin sprach Anika Heber.
Freie Presse: Warum ausgerechnet dieser Studiengang?
Stefanie Preißler: Ich wollte schon immer etwas mit Archäologie studieren. Die Berufsaussichten sind da aber nicht die besten. Meine Mutter brachte irgendwann mal den Flyer der Freiberger Industriearchäologie von einer Veranstaltung mit. Ich fand das Studium sehr interessant und habe mich dann einfach eingeschrieben.
Freie Presse: Was hat Sie an Freiberg und der Industriearchäologie besonders gereizt?
Preißler: Ganz wichtig war mir, nicht an einer der Massenuniversitäten zu studieren. Dort geht man als einzelner Student leicht unter. Hier in Freiberg ist es dagegen viel familiärer, gerade in unserem Studiengang kennt jeder jeden. Außerdem hat die Interdisziplinarität der Industriearchäologie für mich eine große Rolle gespielt. Man hat die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Bereiche im Studium zu vereinen.
Freie Presse: Was hat Ihnen während des Studiums am besten gefallen?
Preißler: Die Projektseminare und Praktika. So kann man schon einmal einen Eindruck vom späteren Arbeitsalltag bekommen. Ich hatte zum Beispiel die Möglichkeit, an Ausgrabungen römischer Wasserleitungen in Italien teilzunehmen.
Freie Presse: Ihr Tipp für angehende Industriearchäologie-Studenten. Was ist besonders wichtig?
Preißler: Sei offen für alles und sammle schon während des Studiums viel praktische Erfahrung. In der Industriearchäologie sind zudem viel Idealismus und das sprichwörtliche Vitamin B gefragt.