Noch ist Platz in den Vorlesungssälen der Chemnitzer Universität.Foto: Wolfgang Thieme/ZB/Archiv
Mehr Studienanfänger in Deutschlands Hochschulen
Bildungsreform lässt Studiendauer sinken
Berlin. Die Zahl der Studienanfänger in Deutschland steigt weiter. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts begannen in diesem Jahr 423.400 Männer und Frauen ein Studium an deutschen Hochschulen. Dies sind laut Statistischem Bundesamt knapp 27.000 mehr als im Vorjahr. Die Studienanfängerquote stieg von 40 auf 43 Prozent. Sie gibt den Anteil der Studienbeginner an der altersspezifischen Bevölkerung wieder. Die Quote dient insbesondere der Politik als wichtiger Indikator. Erklärtes Ziel von Bund und Ländern ist es, die Anfängerzahlen zu erhöhen.
Die Studiendauer wird derweil immer kürzer. Im Prüfungsjahr 2008 benötigten die Absolventen im Durchschnitt 9,6 Fachsemester - ein Semester weniger als noch im Jahr 2000. Ein Grund ist die Einführung gestufter Studiengänge im Rahmen der europäischen Bologna-Bildungsreform. So sieht etwa das Bachelorstudium eine Regelstudienzeit von lediglich sechs bis sieben Semestern vor. 2008 ließen sich in einen Bachelorstudiengang bereits knapp 260.000 Personen eintragen. Dies waren 74 Prozent aller Studienanfänger.
Keinen Zusammenhang konnten die Statistiker zwischen Studiengebühren in mehreren Bundesländern und der Ab- und Zuwanderung von Studenten nachweisen. Im zugrundeliegenden Studienjahr 2008 wurden Gebühren in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland erhoben. (rtr)