Zierfische wie diese Buntbarsche gehören zu den Heimtieren, die für Berufstätige mit Vollzeitjob gut geeignet sind.
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Total entspannter Feierabend
Glückliches Zusammenleben nur dann, wenn der Mensch genügend Zeit für die Tiere hat
Wiesbaden. "Heimtiere benötigen ein Leben lang Zeit und Zuwendung. Daher sollten sich insbesondere Berufstätige gut überlegen, ob und mit welchem Tier sie zusammenleben möchten", sagt Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe. Einige der tierischen Genossen sind mehr, einige weniger für Menschen mit Vollzeitjob geeignet. Aus diesem Grund sollten sie vor der Anschaffung eines Heimtieres generell folgende Fragen klären: Was erwarte ich von meinem Wunschtier, soll es ein ruhiges oder aufgewecktes Verhalten haben oder ein Schmuse- oder Beobachtungstier sein? Passt das Tier mit seinen Ansprüchen zu meinen Lebensgewohnheiten, ist es zum Beispiel tag- oder nachtaktiv? Kann ich dem Tier eine artgerechte Pflege und Unterbringung bieten? Wie hoch ist die Lebenserwartung des Wunschtieres, will und kann ich die Verantwortung so lange übernehmen?
Katze: Das beliebteste Heimtier in Deutschland ist die Katze. Sie kann auch von Berufstätigen gehalten werden. Stubentiger fühlen sich sogar dann wohl, wenn sie mehrere Stunden zu Hause alleine sind und sich selbst beschäftigen müssen. In diesem Fall sollten sie allerdings zu zweit gehalten werden. Katzen sorgen nebenbei auch für das menschliche Wohlergehen, denn Katzenhalter neigen nachweislich weniger zu Depressionen und bewältigen Krisen besser.
Kleinsäuger: Sie gehören zu den beliebtesten Heimtieren. Die geselligen Meerschweinchen oder Wüstenrennmäuse beispielsweise sollten zusammen mit Artgenossen gehalten werden. Dadurch sind sie tagsüber nicht so sehr auf die menschliche Zuwendung angewiesen und kommen auch für Berufstätige infrage. Hamster und Chinchillas sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die man tagsüber nicht stören sollte. Deshalb sind sie für Kinder eher ungeeignet. Von Berufstätigen, die erst am frühen Abend nach Hause kommen, möchten sie jedoch gerne umsorgt werden.
Hund: Für Berufstätige sind Hunde nur bedingt geeignet, da sie als Rudeltiere von Natur aus sehr gesellig sind und das Alleinsein nur vorübergehend akzeptieren. "Insbesondere Berufstätigen mit Vollzeitbeschäftigung ist von einer Hundehaltung abzuraten - es sei denn, sie haben einen Pflegeplatz oder können das Tier zum Arbeitsplatz mitnehmen und dort für regelmäßigen Auslauf, Futter und Zuwendung sorgen", erklärt Holthenrich.
Ziervögel: Für Menschen, die viel Zeit für ihre Lieblinge haben und sich ausgiebig mit ihnen beschäftigen können, sind Ziervögel geeignete Heimtiere. Dabei muss berücksichtigt werden, dass beispielsweise Sittiche und Papageien unbedingt die Gesellschaft ihrer Artgenossen brauchen, damit sie seelisch nicht verkümmern und Verhaltensstörungen entwickeln. Berufstätige in Teilzeit können ihre gefiederten Freunde gemeinsam mit geeigneten und verträglichen Artgenossen in einer Flugvoliere halten. Der Halter kann sich als Freund in diese Lebensgemeinschaft einbringen, braucht aber in diesem Fall nicht ständig anwesend zu sein.
Zierfische: Dank moderner Technik sind Zierfische für Berufstätige gut geeignet und können während der Arbeitszeit mithilfe von Futterautomaten und Zeitschaltuhr versorgt werden. In jedem Fall ist eine regelmäßige Pflege des Aquariums erforderlich. Große Wiedersehensfreude darf der Berufstätige von den Fischen nach der abendlichen Rückkehr natürlich nicht erwarten. Dafür bekommt er einen faszinierenden Einblick in die Unterwasserwelt. Zudem wirken die Tiere nachweislich beruhigend und blutdrucksenkend.
Terrarientiere: Sie sind für Berufstätige bedingt geeignet. Die meisten Gecko-Arten beispielsweise sind dämmerungs- und nachtaktiv und kommen grundsätzlich infrage. Allerdings sind die Haltungs- und Futterbedingungen von Reptilien und Amphibien anspruchsvoll. Daher können sie - je nach Tierart und Lebensumständen des Halters - nicht immer erfüllt werden. (lu)