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Ex-Bundesliga-Profi Milan Mijokovic bei einer Auszeit-Ansprache. Im Becken Max Wüstner, Djordje Milojkovic und Martin Firmbach (v. l.). Mit der Kappennummer 8 der dreifache Torschütze, Frank Trommler.

Foto: Ralph Köhler

Derby verloren: Kein gelungener Einstand für den neuen Trainer

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Die Überraschungsmannschaft der Saison hat im heimischen Becken ihre Grenzen aufgezeigt bekommen.

Von Thomas Croy
erschienen am 20.03.2017

Zwickau. Das dürfte es auch nicht allzu häufig geben: personalisierte Musik für Torschützen. Bei Heimspielen des Wasserball-Zweitligisten SV Zwickau 04 wird nach jedem Treffer des Gastgebers ein Titel angespielt, den sich der Spieler selbst aussuchen durfte. Zweimal erklang am Sonnabend "Du hast den Farbfilm vergessen, mein Michael" - jeweils für Treffer von Michael Berkner. Schade, dass nach dem Einspiel des Nina-Hagen-Hits zum 9:9-Ausgleich vier Minuten vor Schluss keine Zwickauer Tormusik mehr folgte. Das Sachsenderby der 2. Liga Ost gegen die SG Wasserball Dresden wurde mit 9:10 (2:1, 6:3, 8:6) verloren.

"Man hat deutlich gemerkt, dass zwei Führungsspieler gefehlt haben. Nach der Hälfte des Spiels ging uns die Linie verloren", ärgerte sich Jörg Wüstner, der diesmal als Betreuer fungierte und mit Klemmbrett im Plastestuhl Platz nahm, während der neue Trainer, Milan Mijokovic, sein Team vom Beckenrand aus dirigierte. Der Gastgeber musste auf seinen besten Torjäger, Pavle Vukicevic, und Pavle Japaridze verzichten - beide waren nach dem Skandalspiel bei der SG Schöneberg gesperrt.

Dennoch ging es gut los: Frank Trommler gewann das Anschwimmen und erzielte nach 23 Sekunden die Führung. Djordje Milojkovic erhöhte in Überzahl auf 2:0 (5.). Ein Konter bescherte den Gästen kurz vor Ende des Viertels den Anschlusstreffer. Zu Beginn des zweiten Abschnitts fiel der Ausgleich. Mit einem Rückhandwurf brachte Franz Czerner die 04er wieder in Führung, die Milojkovic und Max Wüstner auf 5:2 ausbauten, Frank Trommler machte das halbe Dutzend voll. Erneut fing sich Zwickau kurz vor der Pause einen Gegentreffer ein.

Nach Wiederbeginn lief bei den Hausherren nicht viel zusammen. Mit drei Toren in Folge glich Dresden aus. Frank Trommler nutzte eine Überzahlsituation zum 7:6, Michael Berkner packte noch einen drauf. Das vierte Viertel begann ähnlich fatal wie das dritte: Die Elbestädter schafften abermals den Gleichstand. Milojkovic versuchte es in Überzahl mit einem Aufsetzer, doch der Ball wurde von der Welle nach außen gedrückt. Im Gegenzug nutzte Dresden eine der vielen umstrittenen Herausstellungen gegen Zwickau, um erstmals in Führung zu gehen. 36 Sekunden später erzielte Berkner den Ausgleich. "Die taktische Marschroute war schon hart gewählt - von der Ausdauer und Kondition her", gab Jörg Wüstner zu bedenken. In den verbleibenden vier Minuten drängte der Gastgeber auf den Siegtreffer, doch es wollte partout nicht klappen. Stattdessen kassierte man elf Sekunden vor Ultimo den Knock-out, als Matias Gustavo Sanchez nach der neunten Herausstellung gegen die Hausherren völlig frei vorm Tor war und zum Dresdner Siegtreffer einnetzte.

Statistik SV 04: Schädlich; Firmbach, Oelschlägel, Czerner (1), Berkner (2), Wüstner (1), Trommler (3), Hähnel, Schneider, Trummer, Milojkovic (2), Bauer, Flechsig

 
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Derby verloren: Kein gelungener Einstand für den neuen Trainer
Beeindruckende Serie: Fünf Jahre in Folge bester Torjäger der Wasserball-Bundesliga
 
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