Im Vorjahr versammelten sich am 5. März zahlreiche Bürger zu einer Protestkundgebung gegen den NPD-Aufmarsch auf dem Theaterplatz. Ort der zentralen Veranstaltung in diesem Jahr soll der Neumarkt sein.
Foto: A. Truxa/Archiv
5. März soll in Chemnitz Tag des würdigen Erinnerns und des Bekenntnisses zu Demokratie und Toleranz werden
Jahrestag der Bombardierung: Wie andere Städte gedenken
Chemnitz. Mit einem gemeinsamen Aufruf haben sich Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig sowie Vertreter der demokratischen Fraktionen des Stadtrates, aus Wirtschaft, Gewerkschaft, Kultur, Sport, Wissenschaft, Kirchen, der Jüdischen Gemeinde, Initiativen und Vereinen an die Chemnitzer gewandt, sich am 5. März um 18 Uhr "friedlich auf dem Neumarkt zu versammeln und ein deutlich sichtbares Zeichen zu setzen: Es ist unsere Stadt - Nazis haben hier keinen Platz." Anlass ist der 67. Jahrestag der Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg und ein für diesen Tag angekündigter Aufmarsch von Rechtsextremen.
Rund um das auf dem Neumarkt aufgebaute Friedenskreuz sollen bereits den gesamten Tag über Veranstaltungen stattfinden. So wollen am Nachmittag Chemnitzer Kitas und Schulen an Bauzäunen farbige Akzente setzen. Ab 17 Uhr ist vorgesehen, ausgehend von sechs Kirchen Friedenswege am Friedenstag zu gehen. Der Auftakt dafür ist jeweils eine kurze Besinnung; die Wege selbst münden am Friedenskreuz auf dem Neumarkt in die zentrale Veranstaltung ein.
Ungeachtet des breiten Bündnisses, das zu den Aktionen aufgerufen hat, gibt es wie schon in den vergangenen Jahren erneut Diskussionen, ob und wie das Gedenken an die Opfer des 5. März 1945 und der Protest gegen Rechtsextremismus miteinander verknüpft werden sollen. Das Spektrum reicht von einem Drängen auf energischere Aktionen gegen Neonazi-Aufmärsche bis hin zu teils harschen Vorwürfen eines Missbrauchs des Tages zur Selbstdarstellung von Politikern. Ein Blick auf andere Städte aber zeigt: Derlei Debatten werden nicht nur in Chemnitz geführt.


20:08 Uhr
Ampelfrau: @orakel
"Ich finde, wir sollten die 50 vollmachen."
Ok, dann reicht es aber auch. Haben uns nun schon 5mal im Kreise gedreht...
@peka
"es gibt tatsächlich ein Foto, auf dem die berüchtigte 18 als Teilnehmer an einer linken Arbeiterdemo im Jahre 1919 zu erkennen ist."
Falls Sie das hier meinen
http://www.welt.de/kultur/article10284920/Beruehmtes-Hitler-Foto-moeglicherweise-gefaelscht.html
liegen Sie - mal wieder - in mehrfacher Hinsicht daneben...
"Wären die Nazis 1933 nicht gewählt und wären sie von der breiten deutschen Bevölkerung ganz massiv bekämpft worden, dann hätte es diesen Krieg nie gegeben und unsere Städte würden noch den vornehmen Charme der Vorkriegszeit aufweisen. Das wissen Sie aber genauso gut wie ich!"
Brav auswendig gelernt, so einfach kann man es sich also machen.
Und weil sie vielleicht 1933 die NSDAP gewählt haben und nicht so aufrichtige und zivilcouragierte Kämpfer "gegen rechts" waren wie unsere pekanuss, ist es auch kein Kriegsverbrechen, tausende Chemnitzer Zivilisten zu Tode zu bomben? Von den hunderten toten Kindern, von denen wohl keines je ein Wahllokal betreten hatten, ganz zu schweigen.
14:25 Uhr
PeKa: Unter
www.sachsen-fernsehen.de/default.aspx?ID=1095&showNews=1120364
meldet sich unser Chemnitzer CDU-Bundestagsabgeordneter, Frank Heinrich, mit einem Statement zum 5. März zu Wort. Er selbst werde an diesem Tag nicht nach Berlin reisen, sondern sowohl am Vormittag auf dem Friedhof als auch beim Sternmarsch in die Innenstadt dabei sein.
00:07 Uhr
orakel: an alle! Wir sind mittlerweile bei 48 Kommentaren. Ich finde, wir sollten die 50 vollmachen.
@PeKa: Jaja, 18 und Onkel Joseph, die sind damals bei den Linken abgeblitzt. Klumpfuß Goebbels war denen vermutlich zu undeutsch und 18 hat entartete Bilder gemalt? Danach wollten Sie eben die besseren Linken sein.
Genau wie Onkel Kramer. Ist das nicht eigentlich ein Konvertit? Ich dachte, einen Glaubensübertritt gibts nur zwischen Christen und Moslems, oder umgekehrt?
@Ampelfrau: Schlafen Sie? Ich vermisse Ihre geschliefenen Kommentare!
@TheSaxon: Reg Dich nicht so auf. Ich finde der König sieht so aus, wie sein geistiges Vorbild, Onkel Karl! Solche Spinner kann man nicht ändern!
@Maria42: Sind Sie vorm PC zusammengebrochen, vor lauter Aufregung?
@Tinchen24: Absolut einfallslos! Kannst Du auch mal was eigenes zustande bringen, oder langst da intellektuell nicht zu?
Tschüssi!
19:22 Uhr
TheSaxon: "Wie gehe ich als aktives Mitglied der evang. Kirche mit Pfarrern wie z.B. dem Herrn König um? Klare Antwort - ich begrüße deren Verhalten und unterstütze sie. "
...ohne Worte *kopfschüttel*
"Aber wer war denn an deren Vertreibung und an der Bombardierung der deutschen Städte wirklich schuld?"
Ihre Eltern ??? *nochmal kopfschütteln"
"Und zu diesem Bösen gehören auch sämtliche Aufmärsche der Rechten."
Ich halte große Teile der Kirchen für böse, was nun ??? *grübel* und *lach*
Ps.:
Peka, du tickst auf einer Ebene, die für viele einfach völlig unbegreiflich/unverständlich ist....das ist es unter anderem, was mit den Fragen...ausgelöst durch die 1000'ten Austritte aus deiner Kirche...ich eigentlich andeuten wollte bzw. hätte unter anderem bei dir eigentlich auslösen sollen...ja eigentlich bei der evang. Kirche selber. Aber die scheint es nicht zu interessieren, deshalb ist das Ende des Status "Volkskirche" gerade bei der evang. Kirche absehbar.
13:33 Uhr
PeKa: Werter TheSaxon, sind Sie denn wirklich der stramme Gegner des Antisemitismus, den Sie hier rausgucken lassen? Wenn Sie das wären, dann würden Sie sich am 5. März in Chemnitz an der Demo des Bündnisses beteiligen, zumal auch Vertreter der Chemnitzer jüdischen Gemeinde ihre Teilnahme zugesagt haben. In Dresden war am 19. Februar Stephan Kramer, der Vorsitzende des Zentralrates der Juden, auch dabei.
Wie gehe ich als aktives Mitglied der evang. Kirche mit Pfarrern wie z.B. dem Herrn König um? Klare Antwort - ich begrüße deren Verhalten und unterstütze sie. Wie schlimm die Infernos 45 waren, weiß ich selbst. Meine Eltern stammen beide aus Schlesien und mussten dort bei ihrer Flucht nach Chemnitz ihr gesamtes Hab und Gut zurücklassen. Aber wer war denn an deren Vertreibung und an der Bombardierung der deutschen Städte wirklich schuld? Wären die Nazis 1933 nicht gewählt und wären sie von der breiten deutschen Bevölkerung ganz massiv bekämpft worden, dann hätte es diesen Krieg nie gegeben und unsere Städte würden noch den vornehmen Charme der Vorkriegszeit aufweisen. Das wissen Sie aber genauso gut wie ich!
Dass jährlich viele Menschen die Kirche verlassen, geht mir tatsächlich am Arsch vobei. Mein Glaube an Jesus Christus wird daran keinen Schaden nehmen. Die Frage ist nicht, wieviele Leute in einer Kirche Mitglied sind, sondern wieviele in und außerhalb der Kirche einen lebendigen Glauben haben und aus diesem Glauben heraus versuchen, das Böse in dieser Welt auszubremsen. Und zu diesem Bösen gehören auch sämtliche Aufmärsche der Rechten.
orakel, es gibt tatsächlich ein Foto, auf dem die berüchtigte 18 als Teilnehmer an einer linken Arbeiterdemo im Jahre 1919 zu erkennen ist.