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Marc Huster, zweimaliger Vize-Olympiasieger und mehrmaliger Weltmeister im Gewichtheben, wird am 9. April die Chemmy-Verleihung moderieren. 2015 übergab er bei der Sportlergala des Erzgebirges der Skilangläuferin Claudia Nystad den Preis für ihr Lebenswerk.

Foto: Georg Ulrich Dostmann/Archiv

"Chemnitz hält gerade die Fahne hoch"

Der Moderator der Sportlergala Chemmy, Marc Huster, über die Erfolge Chemnitzer Athleten, seine Karriere und den Spitznamen Känguru

erschienen am 24.03.2016

Der zweimalige Vize-Olympiasieger und mehrmalige Weltmeister im Gewichtheben, Marc Huster, moderiert am 9. April die Chemnitzer Sportlergala Chemmy. Benjamin Lummer hat mit dem 45-Jährigen gesprochen, der in Dresden lebt und heute als Kommentator und Moderator arbeitet.

Freie Presse: Am Wochenende hat Ihr ehemaliger Verein, der CAC, Silber bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft geholt. Ein gutes Ergebnis?

Marc Huster: Ja. Es war keine Überraschung, dass Chemnitz im Finale unterlag. Speyer ist die stärkere Mannschaft und im Gegensatz zum Fußball spielt Glück im Gewichtheben keine allzu große Rolle.

International haben zuletzt Chemnitzer Sportler bei Weltmeisterschaften für Aufsehen gesorgt, zum Beispiel der Bahnradfahrer Joachim Eilers und die Dreispringer Kristin Gierisch und Max Heß. Ist Chemnitz gerade die Sportstadt Sachsens?

Leipzig hat auch einiges zu bieten. Aber was die geballten Erfolge in kurzer Zeit betrifft, kann man schon sagen, dass Chemnitz im Moment die Fahne hoch hält.

War das so abzusehen?

Ich hatte immer den Eindruck, dass sich Chemnitz um den Sport kümmert. Die Anstrengungen waren da, aber es hängt natürlich viel von den Sportlern und Trainern ab, ob man erfolgreich ist. Mich freut es einfach, wenn wir Sachsen das Signal senden können, dass Sport bei uns groß geschrieben wird.

Erfolg ist das richtige Stichwort. Den hatten Sie ja reichlich in Ihrer Karriere. Was war der größte Moment?

Am meisten präsent ist mir die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000. Das war der letzte Höhepunkt meiner Karriere und ich habe zum Ende meiner Laufbahn eine Bestleistung geschafft - bei einem verdammt harten Wettkampf. Drei Athleten haben das Gleiche gehoben, nur das Körpergewicht hat am Ende über die Platzierung entschieden. Außerdem hatte ich mir fünf Wochen vorher fast die Hand gebrochen und im Wettkampf Wadenkrämpfe in beiden Beinen.

Sie galten schon während Ihrer Karriere als der Entertainer unter den Sportlern, der auch gerne mal auf der Bühne getanzt hat. Wie kam das?

Ich war schon immer ein extrovertierter Typ. Wenn ich gewonnen habe, ist es einfach aus mir herausgebrochen. Das ist in mir drin, war nicht einstudiert. Mein Trainer meinte immer: "Pass auf, dass du beim Feiern nicht die Bühne abbaust." In Melbourne nannten sie mich "German kangaroo", weil ich so rumgesprungen bin.

War das ein Grund dafür, dass Sie nach Ihrer sportlichen Karriere nicht wie viele Sportler eine Trainerlaufbahn eingeschlagen, sondern noch einmal studiert und sich auf die Medienbranche spezialisiert haben?

Der Grundstein dafür wurde 1997 gelegt. Ich hatte mich verletzt und verpasste die WM. Eurosport fragte, ob ich die WM als Experte und Co-Kommentator begleiten wolle. Das machte viel Spaß, und die Verbindung Medien und Sport war toll. Später bot mir der MDR an, nach der Karriere dort anzufangen. Das tat ich, begann aber gleichzeitig ein Studium an der Berufsakademie Riesa, um mir ein Auffangnetz zu bauen.

Das Sie nicht brauchten. Neben zahlreichen Kommentator-Einsätzen auf Eurosport und im MDR haben Sie seit 2002 mehrere dutzend Galas - darunter auch schon mal den Chemmy - moderiert. Was ist die größere Herausforderung?

Das Kommentieren ist die Leidenschaft, weil ich in den Wettkampf hineingehen kann. Das Moderieren gefällt mir, weil ich Zuschauer mit Witz durch den Abend führen kann. Galas zu moderieren, war anfänglich die größere Herausforderung, weil ich Angst hatte, den roten Faden durch den Abend zu verlieren. Das hat mich mehr Nerven gekostet. Mittlerweile lasse ich den Abend mehr laufen und schaue, was sich entwickelt.

 
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