So soll der künftig Senioren-gerechte Wohnblock Annaberger Straße 171 d bis f nach dem Umbau von außen aussehen.
Foto: WG Einheit (Grafik)
Genossenschaft lässt Häuser altersgerecht umbauen
Mehr als 14 Millionen Euro will die WG Einheit 2012 investieren
Chemnitz. Der Anteil der Senioren an der Chemnitzer Bevölkerung wächst und die Wohnungsunternehmen reagieren darauf. Wer seine Mieter bis ins hohe Alter halten oder sogar neue hinzugewinnen will, muss genügend Häuser mit Fahrstuhl und anderen Annehmlichkeiten, wie schwellenlosen Türen und Duschen, anbieten. Für genau solche Umbauten will die Wohnungsgenossenschaft (WG) Einheit in diesem Jahr den Großteil ihrer Investitionen einsetzen, die insgesamt mehr als 14 Millionen Euro betragen. 3,9 Millionen Euro davon sind für Instandhaltungsmaßnahmen und 10,5 Millionen Euro für die Modernisierung von Wohnungen und Umfeld bestimmt, teilte die WG am Donnerstag mit. Rund 70 Prozent könne die Genossenschaft mit Eigenkapital, also ohne Kredite, finanzieren.
Neue altersgerechte Wohnungen will die WG an zwei Standorten schaffen. In Markersdorf-Nord sollen bislang weniger gefragte Wohnungen in den Gebäuden Otto-Hofmann-Straße 11/13 und 15 bis 19 zu Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnungen mit schwellenlosen Bädern und Balkonzugängen umgebaut werden, die damit besonders für Senioren geeignet seien. "An den Gebäuden wird an der Balkonseite ein Wärmedämm-Verbundsystem angebracht", sagte Katrin Körner, Marketingleiterin der WG. Bei Wohnungen, die bisher über keinen Balkon verfügten, werde ein solcher nachgerüstet.
Zweiter Standort für neue Seniorenwohnungen ist Altchemnitz. Dort soll im Herbst begonnen werden, das Gebäude Annaberger Straße 171 d bis f komplett umzubauen. Bis 2013 sollen darin barrierefreie Zweizimmerwohnungen eingerichtet werden. Auch für altersgerechte Dienstleistungsangebote, wie medizinische und Haushalts-Hilfe sowie eine Begegnungsstätte, sollen laut Katrin Körner die baulichen Voraussetzungen geschaffen und entsprechende Konzepte erarbeitet werden.
Darüber hinaus will die WG Einheit auch weiter neue Wohnungen schaffen. So soll der 2011 begonnene Neubau der beiden Häuser Am Hochfeld 16 und 18 in Markersdorf abgeschlossen werden. Ab August sollen dort 16 Wohnungen mit Fußbodenheizung, Wärmerückgewinnungsanlage und Aufzug bezugsfertig sein, die gekauft oder gemietet werden können. Außerdem soll am selben Standort das Gebäude Eisenweg 61/63 mit sechs Mietwohnungen komplett modernisiert werden. Zur Versorgung dieser Kleinsiedlung Am Hochfeld/Eisenweg mit Heizenergie ist der Bau eines Blockheizkraftwerkes vorgesehen.
In Hutholz will die WG Einheit der kommunalen Wohnungsgesellschaft GGG die Brache der abgerissenen Häuser Max-Opitz-Straße 43 bis 69 abkaufen und darauf Eigentums-Doppelhäuser errichten. Das im Bau befindliche Einfamilienhaus in der Siedlung Hutholzring soll im Frühjahr fertig gestellt werden. In Grüna plant die WG die Teilmodernisierung der Gebäude Genossenschaftsweg 8 und Lutherstraße 8.
Zudem sollen an der Max-Müller-, Faleska-Meinig- und Johannes-Dick-Straße Parkplätze angelegt werden sowie an der Max-Müller-Straße 100/102 eine große Freizeitanlage entstehen.



16:16 Uhr
ramon: Mal sehen, wie viele Alte sich in die Wohnsilos für Senioren abschieben lassen. Hin und wieder läuft einem dann dort auch mal ein junger Mensch über den Weg, der für einen der "Dienstleister" arbeitet.