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  • 22.04.2012
    18:19 Uhr

    A809626: In Chemnitz begründet eine Mutter ihre Meinung zur Schulumbenennung damit, daß es nicht mehr zeitgemäß ist und einem Kind auch schwer zu vermitteln ist, was ein chilenischer Kommunist ist. Ich persönlich sehe das etwas anders....: Pablo Neruda war ein Schriftsteller, der unter anderem auch Kinderbücher geschrieben hat, die nicht nur in der DDR oder im Ostblock gelesen wurden. Und um als geborener Spanier, der seit Kindesalter in Chile lebte, gegen den unmenschlichen Spanienkrieg zu sein, ist eine rein humanistisch zu bezeichnende Grundhaltung. Man muss nicht Kommunist sein, um gegen Kriege zu sein. Kriege sind immer unmenschlich. Deshalb ist Pablo Neruda für mich in aller erster Linie Humanist und Schriftsteller. Und das, liebe Mutter in Chemnitz, kann man (s)einem Kind sehr wohl vermitteln!

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  • 20.04.2012
    11:58 Uhr

    A809626: Es geht um die angestrebte Umbenennung der Pablo-Neruda-Schule in Chemnitz: Ist es wirklich der alleinige Grund, die Schule umbenennen zu wollen, weil viele Kinder (und viele ihrer mittlerweile schon verblödeten Eltern?) nicht wissen, wer Pablo Neruda war? Oder ist es eine Art Bilderstürmerei auf alles, was mit der DDR zu tun hat? Pablo Neruda hat nicht in der DDR gelebt. Und gleich vorweg: er war auch nicht bei der Stasi!
    Oder wollen sich hier einige Ost-Verantwortliche derart profilieren, weil sie glauben, daß es in die ach so neue Zeit und die importierten West-Gepflogenheiten passt? Peinlich, peinlich!
    Als ich in die Schule kam (1969), wusste ich auch nicht, wer meiner Schule den Namen Erich Viehweg gab. Aber auch das gehört zum Bildungsauftrag und zur Allgemeinwissensvermittlung, den Schülern so etwas nahezubringen. Man kann die Schule natürlich auch in eine Mädchen- und eine Knabenschule trennen und diese dann "Lady-Gaga-Schule" und "Eminem-Schule" nennen. Da kann man dann die Hände beruhigt in den Schoß legen und muß sich nicht mit dem nervigen Nachwuchs und deren Wissenslücken herum ärgern.

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