Das Gebäude an der Neefestraße 83 wird derzeit für den bevorstehenden Abriss leergeräumt (Bild: Philipp Friedemann).
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Letzte Frist für Abrisshaus in Chemnitz abgelaufen
Ab Mittwoch soll das Gebäude Neefestraße 83 fallen
Chemnitz. Nach monatelangen Bemühungen um eine Rettung sind die Tage des baufälligen Gebäudes an der Neefestraße 83 gezählt. Die Stadtverwaltung bestätigte auf Anfrage der "Freien Presse" den Abbruchtermin für das denkmalgeschützte Privathaus. Die Arbeiten sollen am Mittwoch beginnen und maximal eine Woche dauern, sagte Sprecherin Katja Uhlemann.
Seit Donnerstag wird das Gebäude entkernt. Gerüste sollen zudem aufgestellt werden, damit Arbeiter die verbleibenden Brandwände zu den Nachbargebäuden trennen können. "Dabei werden zugleich die Giebelwände gesichert", erklärte Uhlemann. Und sie fügte hinzu: Binnen zwei Wochen nach dem Abbruch soll das Gelände von Bauschuttmassen beräumt und begradigt werden.
Rückblick: Seit Herbst läuft die öffentliche Debatte über das Gebäude nahe dem Industriemuseum. Rettungsversuche waren lange Zeit am fehlenden Geld gescheitert. Zum Jahreswechsel willigte das Baudezernat dann doch ein, die für den Abriss bereitgestellten Fördermittel von 90.000 Euro einem potenziellen Investor für Sicherungsarbeiten zur Verfügung zu stellen. Zuvor hatte es aus dem Rathaus immer wieder geheißen, die Übertragung der Summe sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich, da der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Stadtrates das Geld ausschließlich für den Abbruch bewilligt hatte. Die Kosten für Sicherung und Sanierung übersteigen laut Berechnungen des Rathauses bei weitem die eines Komplettabbruchs, den die Stadtverwaltung vornehmen will, da der Eigentümer das Geld nicht aufbringen könne.
Nun haben sich auch die letzten Hoffnungen auf eine Sicherung und Sanierung durch einen möglichen Käufer zerschlagen: Potenzielle Interessenten hätten abgesagt, erklärte Uhlemann. Zuletzt waren Verhandlungen mit Jörg Mierbach gescheitert. Der Investor, der in Chemnitz zuletzt das ehemalige Reichenbrander Rathaus und die alte Leuchtenfabrik an der Ahornstraße am Kaßberg saniert hatte, war abgesprungen, nachdem er nach eigenem Bekunden deutlich weniger als die erhofften 90.000 Euro erhalten sollte.
Abbruchgegner reagierten auf die Nachricht vom bevorstehenden Abriss betroffen. So bedauerte Sprecher Frank Kotzerke, dass die Bemühungen der Initiative Stadtforum Chemnitz gescheitert sind. Das Stadtforum hatte selbst nach Investoren gesucht und bei Stadträten sowie Stadtverwaltung für einen Erhalt des Gebäudes geworben. Am Dienstag zog Kotzerke eine enttäuschende Bilanz: "Der Umgang der Stadtverwaltung mit Investoren hat dazu geführt, dass am Ende kein Interessent übrig war." In Chemnitz, so unterstrich der Architekt, gebe es Häuser in schlechterem Zustand, die erhalten werden sollen. Eine Kluft in der Häuserzeile nahe dem Industriemuseum schade dem Stadtbild. Seine Hoffnung, so Kotzerke: "Vielleicht bebaut ja jemand die entstehende Lücke."



15:27 Uhr
Lithops: Zitat der FP:
"Nach monatelangen Bemühungen..."
bedeutet nach Code für Arbeitszeugnisse:
"hat versagt"
Quelle: http://www.arbeitszeugnis-code.de/floskeln.htm
01:37 Uhr
Fellschweif: Ja, reisst alles was Chemnitz ausmacht ab, verschachert die restlichen Gebäude in Auktionen, statt Leuten eine Chance zu geben, welche solche Gebäude nicht nur aus reiner Geldgier wieder aufbauen sondern aus mentalen Gründen, aber an der Anschaffung scheitern. Es ist doch so, das viele Gebäude so lange leer stehen, bis sie verwahrlost und als Hülle dahinvegetieren, satt, wenn sie noch zu retten sind billiger zu verkkaufen. Es könnte ja jemand Gewinn machen!!!!Danke