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Unter "Kämpfer Karl" gibt es seine Facebook-Seite.

Foto: Fotos (2): Müller/privat Bild 1 / 2

Karl rettet nur eine Stammzellenspende

Ein erst zehn Monate alter Junge aus Plauen braucht dringend Hilfe. Am Donnerstag kann man sich in Aue typisieren lassen. Freiwillige Helfer müssen sich dafür rechtfertigen.

Von Beate Kindt-Matuschek
erschienen am 21.03.2017

Aue/Schwarzenberg. Manchmal muss es wirklich schnell gehen. Wie im Fall des kleinen Karl, der erst zehn Monate alt ist und an einer infantilen Osteopetrose leidet. Dabei handelt es sich um eine Erbkrankheit, in deren Folge die Knochen des kleinen Jungen extrem verdicken. Zudem greift dieser Gendefekt den Sehnerv an. Und daher gilt es, so schnell wie möglich einen genetischen Zwilling für den kleinen Karl zu finden. Denn dieser Prozess kann durch eine Stammzellenspende gestoppt, aber auch geheilt werden. So begründen Vanessa und Thomas Müller, die besorgten Eltern des kleinen Jungen, die in Plauen zu Hause sind, die enorme Dringlichkeit.

Vanessa Müller ist selbst Krankenschwester und arbeitet im Helios-Klinikum Plauen. Natürlich haben die Kollegen im Auer Helios-Klinikum davon erfahren und wollen helfen: "Am Donnerstag in der Zeit von 10 bis 15 Uhr besteht im Raum B 112 die Möglichkeit, sich in die zentrale Spenderdatei aufnehmen zu lassen. Die Typisierung dauert nur wenige Minuten. Kommen Sie bitte vorbei und helfen Sie, Leben zu retten. Vielleicht ist der passende Spender für den kleinen Karl ja gerade unter uns." So lautet ein hausinterner Aufruf an alle Mitarbeiter des Auer Klinikums. Sie führen die spontane Typisierungsaktion gemeinsam mit Franziska Ullmann aus Aue durch. Die gelernte Kinderkrankenschwester engagiert sich seit Jahren für den Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden (VSK) in Sachsen. Und sie hat den entsprechenden Aufruf schon mehrfach auf Facebook gepostet. Allerdings musste die ehrenamtliche Helferin dafür auch "verbale Prügel" über das soziale Netzwerk einstecken. "Die Leute sind sauer, wenn man nicht sofort auf ihre Fragen reagiert und schimpfen über die festgelegte Zeit", ärgert sich Franziska Ullmann. Dabei macht auch sie das alles neben Beruf im Schichtdienst und Familie. "Die Aktion war ja zunächst für die Mitarbeiter der Auer Klinik gedacht, aber aufgrund der Dringlichkeit und der gebotenen Eile können gern auch andere Leute diesen Termin nutzen", sagt die Frau, die selbst zwei Jungs hat. Jetzt hat die Auer Klinik die Aktion am Donnerstag sogar bis 18 Uhr verlängert.

Eile ist geboten, weil die Verdickung der Knochen die Blutbildung hemmt. Zwar kämen auch die Eltern als Spender in Frage, allerdings wären ihre Stammzellen nicht die 100-prozentige "Medizin", sagen sie. Sie wollen zunächst versuchen, die berühmte Stecknadel im Heuhaufen zu finden. Wer am Donnerstag nicht kommen kann, könnte sich auch per Post ein Wattestäbchen-Set bestellen.

www.vks-sachsen.de

 
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