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Goldsucher Michel Pitschel zeigte ein kleines Goldnugget. Katrin und Ronny Neubert wollen es selbst einmal mit der Suche probieren.

Foto: Dirk Trautmann

Auf der Suche nach Edelmetall bleibt alles im Milligrammbereich

Der Gelenauer Goldsucher Michael Pitschel hat bei seinem Vortrag zu "Gold in Sachsen" die Zuhörer in seinen Bann gezogen. Er sagt: "Reich werden kann man damit nicht."

Von Dirk Trautmann
erschienen am 21.03.2017

Lauta. Gleich zu Beginn des Bergbaustammtischs im Lautaer Pferdegöpel hat Michael Pitschel die Katze aus dem Sack gelassen. "Ich suche schon seit 14 Jahren in Sachsen nach Gold, aber reich werden kann man damit nicht. Am Montag muss ich wieder arbeiten gehen", sagte der Gelenauer. 40 Neugierige kamen am Freitag zum Bergbaustammtisch, das Motto war verlockend: "Gold in Sachsen". Michael Pitschel meinte damit nicht die Museen wie das Grüne Gewölbe in Dresden, sondern die Bäche und Flüsse, in denen nach dem Edelmetall gesucht wird.

Da gibt es etwa den Goldbach in Wolkenstein, schon allein der Name klingt doch verlockend. "Dort war ich schon, Gold gibt es aber keines", sagte der Gelenauer. Und doch hat er in Sachsen schon Gold gefunden, kein so großes Nugget, wie es 1872 in Australien ausgebuddelt wurde. "Das war ein Brocken mit 214 Kilogramm Gewicht. Was ich gefunden habe, war im Bereich von Milligramm", erzählte der 54-Jährige und erläuterte, wie er vorgeht: "An jeder Stelle entnehme ich zehn Eimer Sedimente und Steine mit jeweils 23 Kilogramm Gewicht. Nur bei gleicher Menge kann ich Rückschlüsse auf den eventuell vorhandenen Goldgehalt ziehen."

Und er hat immer seine komplette Ausrüstung dabei, bestehend aus Watstiefeln, Schaufel, Goldwaschpfanne, Sammelröhrchen für Goldflitter und einer Pipette, um Goldflitter zu sichern. Dazu kommen noch Goldwaschrinne und Goldhandpumpe, mit der Felsritzen geleert werden. So ausgestattet, zieht Michael Pitschel los und sucht im Kurveninneren von Flüssen und Bächen. Bei Euba hat er immerhin ein Nugget mit dem Gewicht von 33 Milligramm gefunden. Auch im Schwarzwasser bei Johanngeorgenstadt hatte er Goldflitter gewaschen, wieder nur wenige Milligramm schwer.

Die Mineraliensammlung in seiner Schule zog vor ganz vielen Jahren den jungen Michael schon magisch an, 2003 war er zum ersten Mal selbst auf Goldsuche, an der Weißen Elster. "Seitdem hat mich das Goldfieber gepackt", erzählte der Gelenauer, der seinen Vortrag lebendig gestaltete, eine Unmenge von Fotos zeigte und winzige Nuggets als Anschauungsobjekte mitgebracht hatte. "Ich will selbst das Gold finden und es nicht auf Börsen kaufen, denn dann habe ich den Bezug zu meiner Heimat", so der Goldsucher.

Katrin und Ronny Neubert wollen selbst losziehen und ihr Glück beim Goldsuchen versuchen. "Es gibt ja einige Fernsehsendungen, die sich damit beschäftigen. Unser Interesse ist nicht erst durch den Vortrag geweckt worden", sagten die Niederschmiedeberger. "Ich bin Angler, da kann ich ja mit unseren Söhnen Arne und Alfred nebenbei auf Goldsuche gehen", will Ronny Neubert zwar nicht das Glück erzwingen, "aber es wäre doch schön, wenn wir etwas finden würden."

 
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