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So schön kann eine schulische Abschlussarbeit aussehen: Der Diesterweg-Gymnasiast hat ein ausgefallenes Abendkleid gestaltet. "Die Federn kratzen nicht", erklärt der Schüler, denn dahinter befinde sich Stoff.

Foto: Ellen Liebner

Ein Kleid mit Tüll und Federn: 16-Jähriger mischt Modewelt auf

Maurizio Paul Hirmer ist auf dem Weg zum Designer. Der junge Plauener hat das künstlerische Profil am Diesterweg-Gymnasium gewählt.

Von Sabine schott
erschienen am 20.04.2017

Plauen. 500 im Internet bestellte Fasanen-Federn, jede einzeln bearbeitet: Aus diesem schmucken, hellblauen Flaum sowie aus rund 25 Metern Tüll, aus einem netzartigem Mesh-Stoff sowie einer ellenlangen Paillettenschnur, daraus besteht das beeindruckende Kleid. "Und aus der Liebe zum Detail", fügt Maurizio Paul Hirmer an. Er ist 16 Jahre alt, hat die schwarze Robe designt und will in naher Zukunft die Modewelt aufmischen.

"Ich möchte Modedesign studieren und viel von der Welt sehen", sagt der Diesterweg-Gymnasiast selbstsicher. Er habe sich bewusst für das künstlerische Profil entschieden. In die Modewelt vernarrt, das sei er schon lange, erzählt der Zehntklässler, der ursprünglich aus München kommt, aber schon länger in Plauen wohnt.

Das von ihm entworfene Teil könnte jederzeit als Ballkleid von Stars und Sternchen durchgehen, es war die schulische Abschlussarbeit im Fach Kunst. Nun ist das Abendkleid in der Schule ausgestellt. Schülerinnen und Lehrerinnen werfen gleichermaßen sehnsüchtige Blicke darauf. "Von manchen Freunden habe ich sogar schon die ersten Anmeldungen für Hochzeitskleider", lacht Maurizio.

Seine Schulaufgabe war, sich einen Künstler, Designer oder Fotografen auszusuchen und ein Werk zu kreieren, was diesem Künstler entspricht, erläutert der kreative Geist die Intention. Wen er sich auswählt, wusste Maurizio schnell: Sein Design-Vorbild Alexander McQueen. Extreme Mode fasziniere ihn, zum Beispiel der Stil von Lady Gaga. Durch Kleidung könne man sich immer neu erfinden, sagt er. Je nach Gefühl trage man, was man auch nach außen hin zeigen möchte. "Sich modisch zu kleiden, stärkt das Selbstbewusstsein, und man kann Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern", ist der Nachwuchs-Modeschöpfer sicher.

Der Familie, vor allem der Mutter, habe er viel zu verdanken. "Seit meiner Kindheit hat meine Mama mit mir Klamotten für die unterschiedlichsten Veranstaltungen angefertigt. Ich glaube, das prägte meinen Sinn für Mode", sagt Maurizio. Mit dem Kleid aus Tüll und Federn möchte er sich daher am liebsten bei seiner Mutter bedanken. Die Familie sei stolz auf den jungen Mann.

Der hatte schon im Sommer vergangenen Jahres in Plauen für Aufsehen gesorgt - mit einer Hut-Kreation beim viel beachteten Spitzenfest-Wettbewerb "Gut behütet". Damals war es ein Muss, die Plauener Spitze zu verwenden. Beim Kleid hat der künstlerisch begabte Schüler allerdings gänzlich darauf verzichtet, falls man Tüll nicht als einen spitzenähnlichen Stoff empfindet.

Auch in der Freizeit dreht sich bei Maurizio viel um das Thema Mode. "Allerdings hat man auch viel mit den Schulsachen zu tun", räumt der Karl Lagerfeld in spe ein.

 
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