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Ein Aktenordner mit der Aufschrift «Untersuchungsausschuss NSU».

Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv

NSU: Kam die Mordwaffe aus Chemnitz statt aus Jena?

Anwälte Ralf Wohllebens beantragen, den Helfer Jan W. zu durchleuchten

Von Jens Eumann
erschienen am 18.05.2017

München. Bekam die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) ihre schallgedämmte Waffe für die Mordserie an Ausländern doch von Chemnitzer Helfern und nicht aus Jena? Diese Frage machte am Mittwoch die Verteidigung des im NSU-Prozess Angeklagten früheren Jenaer NPD-Chefs Ralf Wohlleben zum Dreh- und Angelpunkt eines Beweisantrags. Wohlleben muss sich am Oberlandesgericht München wegen Beihilfe zum Mord verantworten, weil er dem Trio Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe die schallgedämmte Ceska-83-Pistole finanziert haben soll, mit der seit dem Jahr 2000 bundesweit neun ausländische Gewerbetreibende erschossen wurden.

Da im Prozess am Mittwoch die Frist für neue Beweisanträge ablief, ehe der inzwischen vier Jahre währende Prozess sich dem Ende zuneigt, nutzten die Wohlleben-Anwälte die letzte Chance, auf die alternativ mögliche Quelle der Mordwaffe hinzuweisen. Immerhin hatte die Hauptangeklagte Beate Zschäpe erklärt, der Chemnitzer NSU-Helfer Jan W. habe dem Trio schon zu einem frühen Zeitpunkt eine Schalldämpfer-Waffe besorgt. Gegenüber der "Freien Presse" bestritt W. das, doch war er als Strippenzieher der Rechtsrock-Szene "Blood & Honour" schon Mitte der 90er-Jahre international vernetzt. Nach dem gestrigen Hinweis der Wohlleben-Anwälte soll die von Jan W. beschaffte Waffe aus der Schweiz gestammt haben, wohin W. regelmäßige Kontakte unterhielt. Der Antrag ist vom Gericht noch nicht beschieden.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
7
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 18.05.2017
    13:47 Uhr

    SimpleMan: @Interessierte Ihre Kommentare sind einfach menschenverachtend.

    3 4
     
  • 18.05.2017
    13:09 Uhr

    Blackadder: @Freigeist: "Wir haben es geahnt. Die Ostdeutschen Gauland,Petry und Höcke werden es bestätigen."

    Falls das als Ironie geplant war, Gauland wurde in Chemnitz geboren und Petry ist Dresdnerin.

    2 3
     
  • 18.05.2017
    12:49 Uhr

    Interessierte: Stimmt , die Hauptsache die Ost-Deutschen , die guten Wessis mit ihren Ehren-Gedenken sind das natürlich nicht ...
    ( oder sollte man vermuten , man will bissl ablenken ...

    Ich verfolge das nicht , aber wenn hier und da und dort und dort auch noch - jemand umgebracht wird , dann muß es dafür doch vorangegangene Gründe geben , hat man die schon einmal ´erforscht` , oder heißt es nur : ^die haben gemordet^ , aber doch nicht wahllos ???

    8 1
     
  • 18.05.2017
    12:46 Uhr

    SimpleMan: @Interessierte Diese Nichtigkeit hat 9 Menschen das Leben gekostet ... Ihr Kommentar ist sowas von geschmacklos.

    3 5
     
  • 18.05.2017
    12:10 Uhr

    Freigeist14: Interessierte,egal ob Jena oder Chemnitz.Nach einer neuen Studie der Bundesregierung ist Ostdeutschland anfälliger für Rechtsextremismus (zeit-online). Wir haben es geahnt. Die Ostdeutschen Gauland,Petry und Höcke werden es bestätigen.
    Auch die Burschenschaften und Altherren-Vereine an Rhein und Neckar hatten schon so einen Verdacht.

    5 2
     

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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