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Weniger Blutspenden nach Wintereinbruch
Präparate nur wenige Tage haltbar
Leipzig (dapd-lsc). Zu einem plötzlichen Rückgang der Blutspenden hat der Wintereinbruch hat in Sachsen geführt. "Bei Eis und Schnee kommen immer weniger Menschen zur Blut- und Plasmaspende", berichtete am Montag Knud-Peter Krause, Medizinischer Vorstand des Blutspendedienstes Haema, der allein in Sachsen an zehn Standorten vertreten ist. Er warnt vor drohenden Engpässen.
Damit es in den nächsten Tagen nicht zu Problemen bei der Versorgung der Krankenhäuser und medizinischen Einrichtungen mit Blutpräparaten komme, sei es wichtig, dass die Menschen gerade jetzt zum Blutspenden gingen, erklärte Krause. Die Schwierigkeit sei, dass Blutpräparate nur über einen begrenzten Zeitraum haltbar seien.
"Viele Patienten, wie beispielsweise Bluter oder HIV-kranke Menschen, sind auf regelmäßige Transfusionen angewiesen", erläuterte Krause. Außerordentlich problematisch sei die begrenzte Haltbarkeit vor allem der Blutplättchen (Thrombozyten). Auch diese würden aus Blutspenden gewonnen und spielten für die Blutgerinnung eine wichtige Rolle.
"Insbesondere Krebspatienten sind während ihrer Behandlung auf Thrombozytenpräparate angewiesen", sagte Krause. Blutplättchen seien jedoch nur vier Tage haltbar und müssten daher kontinuierlich in ausreichender Zahl gewonnen werden. Insgesamt sind nach seinen Angaben 15.000 Blutspenden täglich notwendig, um den Bedarf an Blutprodukten in Deutschland zu decken.
dapd