Unter dem Eindruck der Gewalttat von Chemnitz am Sonntag und den von Rechtsextremen organisierten Protesten hat am Donnerstag im Chemnitzer Stadion der Bürgerdialog mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) statt. Parallel rief die rechtspopulistische Vereinigung Pro Chemnitz zum Protest auf.

Vertreter der Staatsregierung sprachen am Donnerstag vor und mit Bürgern aus Chemnitz.
Bild: Uwe Mann
Im Zentrum standen die jüngsten Ereignisse in Chemnitz und die Berichterstattung darüber.
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Mehr als 500 Menschen wurden eingelassen.
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Neben dem sächsischen Regierungschef sprach auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zu den Einwohnern. Ludwig sagte, man hätte am Sonntag still gedenken können. Es gab daraufhin Pfiffe.
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Michael Kretschmer stellte unter anderem klar, wer als Asylbewerber verurteilt werde, werde abgeschoben.
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Zudem erklärte Kretschmer, es habe Übergriffe am Sonntag gegeben. Aber keine Pogrome. Das sei falsch, das habe er mehrmals gesagt.
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Zudem kündigte er an, er werde in seiner Regierungserklärung in der kommenden Woche die Lage differenziert darstellen: Chemnitz sei nicht rechts.
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Viele Zuhörer fühlen sich seit dem Wochenende in die recht Ecke gestellt.
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Kretschmer appellierte an die Bürger, Kritik und Besorgnis sachlich zu äußern.
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Kretschmer sagte zum Schluss, das sei eine intensive Diskussion gewesen: "Das kann nicht das Ende, sondern nur der Anfang sein."
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Mehr als 100 Medienvertreter berichteten über die Veranstaltung.
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Nahe dem Stadion versammelten sich Anhänger von Pro Chemnitz.
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Die Versammlungsbehörde sprach von 900 Teilnehmern.
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Der Veranstalter sprach selbst von 2000 Teilnehmern.
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Es blieb friedlich.
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Martin Kohlmann von Pro Chemnitz forderte die Abspaltung Sachsens von der Bundesrepublik und den Anschluss an die Visegrád-Gruppe.
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Zudem wurde auch hier immer wieder Kritik an der Medienberichterstattung geübt.
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