Am Sonntagnachmittag hat auf dem Neumarkt von Chemnitz eine Kundgebung stattgefunden. Nach Schätzung der "Freien Presse" nahmen rund 1500 Personen daran teil.

Mit ihr soll für Recht, Respekt, Gewaltlosigkeit, Barmherzigkeit und Demokratie demonstriert werden, sagte Mitorganisator Pfarrer Stephan Brenner von der evangelischen Kirche.
Bild: Uwe Mann
An der Kundgebung nehmen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, Innenminister Roland Wöller und Wirtschaftsminister Martin Dulig teil.
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Oberbürgermeisterin Ludwig rief die Chemnitzer auf, die Gräben zu überwinden, die sich in der vergangenen Woche aufgetan hätten und vieles von dem verschwinden zu lassen drohten, "was wir uns zusammen aufgebaut haben".
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Ministerpräsident Kretschmer sagte den Chemnitzern erneut seine Unterstützung zu "bei allem, was jetzt notwendig ist".
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"Ich werde den Ruf der Stadt immer verteidigen und deutlich machen, dass das am Montag eine Minderheit war", sagte Kretschmer.
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An die Versammelten appellierte er, sich im Alltag vor Menschen zu stellen, die diskriminiert werden - sei es wegen ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Orientierung oder wegen einer Behinderung.
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Zuvor hatten sich am Sonntagnachmittag rund 150 Menschen getroffen, um an einer Kundgebung des privaten Initiators Dirk Richter teilzunehmen. Er gehöre keiner Partei an und sei keiner Religion zugehörig, sagte der 43-jährige Chemnitzer. Aber die Bilder vom Montagabend, als sich unter den Demonstranten auch Neonazis einfanden, hätten ihn nachhaltig beschäftigt. Mit seiner Kundgebung wolle er ein Angebot für die bürgerliche Mitte schaffen.
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