Twist
Coole Chöre
ARTE 07.06. 09:55 - 10:30 Uhr
Magazin | kulturell | DE | 2026
Beschreibung

Singen macht glücklich, schüttet Endorphine aus. Singen in der Gemeinschaft macht doppelt glücklich. Chorsingen hilft gegen Einsamkeit, kann hochanspruchsvoll sein und ist eine Schule fürs Leben. Hier lernt man, die eigene Stimme zu finden, ohne andere zu übertönen. Denn wer nicht gut zuhört, kommt klanglich nicht zusammen. Der «Mädchenchor Hamburg», unter der Leitung von Gesa Werhahn, ist mit der Performance von «Fire» in der Elbphilharmonie viral gegangen: mehr als 18 Millionen Klicks auf Instagram für Frauenpower und Female Rage. Ob entfesselte Kraft oder ganz zart, ob in Konzerthallen oder in Kirchen: Dieser Chor ist einfach mitreißend. Beim «Heaven Can Wait Chor» hat Jan-Christof Scheibe die Leitung inne. Das Motto lautet: Rappen und rocken statt Ruhestand. Erst ab 70 Jahren darf man mitmachen. Der Senioren-Chor singt keine Volkslieder, sondern die Charts rauf und runter - und geht dabei ziemlich ab. Wenn die alten Sängerinnen und Sänger «Rage Against The Maschine» performen, fühlt man: Hier wird das Leben gefeiert! Eric Whitacre ist ein Star in der Welt der Chöre, als Dirigent - und als Komponist. Der Amerikaner lebt in Antwerpen. Er sagt: «Nichts eint eine Gruppe schneller, als gemeinsam einzuatmen und zu singen. Wenn alle Mächtigen mal eine halbe Stunde zusammen singen würden, wäre die Welt ein besserer Ort.». Singen im Chor kann sehr politisch sein: In Litauen sind die großen Liederfeste eine Selbstbehauptung der eigenen Kultur. Wenn am 6. Juli in Vilnius 23.500 Kinder und Jugendliche in einem riesigen Chor singen, soll das auch ein Statement sein gegen die latente Bedrohung durch Russland