Wetterfrosch gibt dem Sommer keine Chance
Vergangener Monat ist außergewöhnlich kalt und nass gewesen
Dittersdorf/Olbernhau. Dem Hochsommer keine Chance gibt der Dittersdorfer Wetterfrosch Jens Weißbach. Ein stabiles Hoch und 30 Grad Celsius seien derzeit nicht in Sicht, sagte er am Montag auf Nachfrage: "Wenn der April warm war, klettern die Temperaturen im Sommer nicht so sehr in die Höhe. Das war vor zwei und vier Jahren auch schon so." Stattdessen berichtete Jens Weißbach von Negativwerten, die der Monat Juli vor allem in seinen letzten Tagen noch aufgestellt hatte.
Vier Grad kühler als 2010
Demnach war der siebente Monat des Jahres 2011 vier Grad Celsius kälter als der Vorjahresmonat. Insgesamt maß Jens Weißbach in den vergangenen 31 Tagen in dem Amtsberger Ortsteil 231 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. "Das ist mehr als das Doppelte im Vergleich zum langjährigen Mittel. Es ist der nasseste Juli seit mehr als 30 Jahren und der kälteste Sommer bisher seit elf Jahren", sagte Weißbach. Zum Beweis nannte er die bei 12 Grad gemessene Tiefsttemperatur der vergangenen Tage. "Das ist für Ende Juli - eigentlich die wärmste Zeit des Jahres - außergewöhnlich niedrig." Die Durchschnittstemperatur im Juli lag bei 15,7 Grad. Kühler war es seit 1980 nicht mehr. Die nächsten Tage sollen zwar etwas schöner werden, "aber ab Donnerstag wird es wieder unbeständiger und gewittrig und am Wochenende erheblich kühler", prognostizierte Weißbach.
Juli ruiniert seinen Ruf
In Olbernhau blieb der Juli von der Temperatur her, gemessen am langjährigen Monatsmittel, deutlich unter seinem Ruf als Sommermonat. Hinzu kommt beim Regen die doppelte Menge wie sonst üblich. Und: Die Sonne schien nur 90 Prozent der Stunden, die mindestens von ihr erwartet werden dürfen. Das alles geht aus den Aufzeichnungen von Dirk Christoph hervor. Der Hobby-Wettermann meinte deshalb am Montag: "Der Juli hat allen, die sich ein typisches Sommerwetter erhofft haben, die Suppe gründlich versalzen." (mit sk)


