Verkehrsschild Mal steht's, mal steht's schief. Laut Anliegern wurde das Schild seit November dreimal umgefahren.

Foto: Franko Martin

Verkehrsschild am Ziegelweg ärgert Anlieger

Seit November steht ein Halteverbotsschild Autos im Wege

Reichenbach. Mal steht es, mal steht es schief. Und immer steht es am Ziegelweg im Weg. Dieser Auffassung ist Heike Leopold vom Bürotechnik-Geschäft an der Ecke zur Zwickauer Straße. Das im November vergangenen Jahres direkt an der Einfahrt zum Parkplatz des Geschäftes aufgestellte Halteverbotsschild hält zwar seitdem vom Halten in seinem 15-Meter-Geltungsbereich am Ziegelweg ab. Doch beim Aus- und Einrangieren an dem Nadelöhr hat's seither schon dreimal gekracht, hat Heike Leopold mitgezählt. "Kaum ist es schiefgefahren worden, ist es wieder ruckzuck aufgestellt", erzählt die Geschäftsinhaberin. Das war auch kürzlich wieder der Fall.

"Mir reicht's mit diesem Kuriosum. Schließlich will ich nicht erleben, dass es beim nächsten Mal vielleicht noch auf ein Kundenfahrzeug kracht", macht Heike Leopold ihrem Ärger Luft. Ähnlich sehe es auch der Besitzer des Hauses. Nach Auffassung der Bürotechnik-Mitarbeiter ist das Schild "völlig sinnlos aufgestellt" worden, da das Halten und Parken ohnehin in diesem Bereich verboten sei. "Und hier hatten auch vor dem Aufstellen des Schildes nach meiner Auffassung eher weniger Leute geparkt", sagt die Geschäftsfrau: "Da das Schild offenbar etwas regeln soll, das schon geregelt ist, sollte es schleunigst abmontiert werden, bevor es wieder umgefahren wird."

Dieser Ansicht ist man in der Stadtverwaltung nicht. Gerade um dort Gefahrenpotenziale zu verringern, sei es auf Antrag der Bürgerinitiative Siedlung Mitte aufgestellt worden, teilt Pressesprecherin Heike Keßler mit: Das Halten und Parken, so die Sprecherin, ist laut Straßenverkehrsordnung nämlich auch dort lediglich bis fünf Meter nach der Kreuzung verboten. Als das Schild (die Verwaltung spricht von lediglich zwei Kollisionen) noch nicht aufgestellt gewesen ist, hätten dort geparkte Autos zu "Behinderungen des Verkehrsflusses auf der Zwickauer Straße" geführt. Ein Abbiegen von der Zwickauer Straße in den Ziegelweg sei nämlich bei zugeparktem Kreuzungsbereich nicht möglich gewesen, wenn jemand vom Ziegelweg kommend mit seinem Auto auf die Zwickauer Straße abbiegen wollte und damit das Nadelöhr quasi verstopft hat. In Spitzenzeiten hätte dies häufig den Verkehr auf der Hauptstraße ins Stocken gebracht.

Das Schild am Ziegelweg könne deshalb erst dann entfernt werden, wenn eine "geringere Verkehrsbelastung oder bauliche Veränderungen der Einmündung" dies zuließen. Da beides in absehbarer Zeit nicht in Aussicht steht, bleibt für jene Anlieger, die das schiefe Schild stört, ein schwacher Trost: Laut Stadtverwaltung gibt es im Stadtgebiet Verkehrszeichen, die noch häufiger schiefgefahren werden.

 
erschienen am 22.03.2012 ( Von Gerd Möckel )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
1
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  • 23.03.2012
    18:33 Uhr

    crashy9708: Krach-bumm-Schild fällt um!

    Was kann deas Schilde dafür, wenn der Fz.-Lenker zu dämlich ist?

    Warum versenkt man keinen Doppel-T-Träger mit dem Schild dort?

    Schild bleibt stehen - Auto kaputt - selber Schuld, wer beim Autofahren pennt!

    Das Schild kann, weiß Gott (!), nix dafür!

    0 0
     

 
 
 
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