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Eintrittsgeld für Schlosspark Pillnitz stößt auf Kritik

Opposition warnt vor steigenden Preisen und Nachteilen für Einkommensschwache

Dresden (dapd-lsc). Das geplante Eintrittsgeld für den Schlosspark Pillnitz öffnet nach Ansicht der Landtagsopposition Tür und Tor für eine Kommerzialisierung der historischen Anlage. Vertreter von Linkspartei, Grünen und SPD erklärten am Mittwoch in einer Plenardebatte, der Freistaat wälze die wachsenden Kosten auf die Besucher ab und strebe eine Privatisierung an. Zugleich warnten sie vor steigenden Eintrittspreisen. Daher müsse der Eintritt kostenlos bleiben.

Finanzminister Georg Unland verteidigte die Pläne mit dem Verweis auf die Sparzwänge des Freistaats und eine kostendeckende Bewirtschaftung des Parks. Das Land könne das fehlende Geld daher nicht aufbringen, sagte der CDU-Politiker. Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Christian Piwarz, erklärte das nun auch Touristen an den Kosten für den Park beteiligt würden. Ähnlich äußerte sich FDP-Fraktionschef Holger Zastrow, dessen Fraktion sich 2005 noch gegen ein Eintrittsgeld ausgesprochen hatte.

Für den Park wird ab April Eintritt verlangt. Tagesgäste müssen laut Staatsbetrieb Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen dann zwei Euro zahlen, die Jahreskarte wird acht Euro kosten, für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren bleibt der Eintritt frei. Damit soll die Finanzierung des laufenden Betriebs sichergestellt werden. Um den Park ordnungsgemäß zu pflegen, werden rund 500.000 Euro zusätzlich gebraucht.

Die Vize-Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Annekatrin Klepsch, warnte vor der Benachteiligung einkommensschwacher Menschen. Der Park sei ein öffentliches Kulturgut, von dem auch Menschen mit geringem Einkommen profitierten. Die Organisation des Parks dürfe nicht zum Dienstleistungsunternehmen umfunktioniert werden, sagte Klepsch.

dapd

 
erschienen am 25.01.2012
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