Traumberuf gefunden? Ein Teilnehmer des Sommercamps erprobt seine Fähigkeiten als Kfz-Schlosser. faw
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In den Ferien an der Karriere basteln
Ferienlager in Zwickau bietet Jugendlichen berufliche Orientierung und lässt sie Praxisluft schnuppern
Zwickau. Während viele Schüler ihre Sommerferien im Freibad verbringen und einfach nur entspannen möchten, bereiten sich andere gezielt auf die Zeit nach dem Schulabschluss vor.
Sie bringen mit Solarenergie Fahrzeuge ins Rollen, programmieren Steuerungen für Roboter, entwickeln eine Geschäftsidee für ein eigenes Unternehmen, entwerfen Schmuck oder restaurieren ein altes Auto.
Diese etwas anderen Ferienangebote können Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren im Sommercamp wahrnehmen, welches von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) schon zum fünften Mal organisiert wird. In diesem Jahr ermöglicht es Schülern vom 11. bis 29. Juli, Einblicke in verschiedene Berufe und die Berufswelt.
"Viele engagierte, junge Menschen kommen teilweise mit konkreten Berufswünschen", sagt Sibylle Schade, Projektmanagerin des Sommercamps. Erfahrungsgemäß stünde für Achtklässler dabei der Spaßfaktor im Mittelpunkt. Zehntklässler würden das Camp schon als reine Zukunftsorientierung sehen, möchten auf einem speziellen Berufsfeld Erfahrungen sammeln. "Und Leute, die noch keinen Plan haben, was sie mit ihrer Zukunft anstellen sollen, bekommen einen", meint Schade.
Ein straff organisierter Terminplan soll den Teilnehmern eine erlebnis- und lehrreiche Campwoche garantieren. Vormittags arbeiten die Jugendlichen an einem von 15 Projekten, welches ihnen Inhalte regional gefragter Berufe aus Automobil- und Maschinenbau sowie Textilindustrie vermittelt.
Nachmittags stehen verschiedene Freizeitaktivitäten auf dem Plan. Ob Beachvolleyball, Schwimmen, Badminton, Klettern oder Paddeln - das Angebot ist vielfältig und dürfte für jeden etwas passendes bereithalten. Kleine Wettbewerbe sollen den Teamgeist steigern. An einem Campnachmittag stellen sich einige Sport- und Freizeitvereine der Region Zwickau vor.
Rund um das Thema Bewerbung drehen sich einige Tests und Rollenspiele. Dabei bekommen die Teenager beispielsweise vermittelt, was sie bei einem Bewerbungsgespräch beachten müssen.
Bei der Besichtigung eines Unternehmens lernen die Schüler dessen Aufbau und mögliche Ausbildungsplätze kennen. Berufs- und Studienberater informieren, passend zum gewählten Projekt, über Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten in Sachsen.
Am Schlusstag des Sommercamps werden die verschiedenen Projekte vorgestellt, das beste wird prämiert. Alle Jugendlichen erhalten ein Zertifikat über ihre Teilnahme. "In einer Woche Sommercamp entstehen Freundschaften und sind schon einige Ausbildungsplätze vermittelt worden", so die Erfahrung Schades.
Das Sommercamp ist ein bisher einmaliges Projekt in Deutschland und wird durch den Europäischen Sozialfonds, den Freistaat Sachsen und die Bundesagentur für Arbeit Zwickau gefördert.
Seit dem Start des Projekts im Jahr 2007 haben 1700 Jugendliche teilgenommen. Das Ferienangebot hat sich herumgesprochen. Viele Teilnehmer melden sich erneut an. "Schüler der 8. Klasse bringen einen Freund mit, Schüler der 9. Klasse ihre ganze Clique", meint Schade.
Weitere Informationen zum Sommercamp finden sich unter