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Janar Mägi - hier im Hinspiel gegen Andreas Bornemann - wird laut EHV-Trainer Stephan Swat heute Abend in Neuhausen wieder mitwirken können. Mägi war in der Partie beim VfL Bad Schwartau mit Rückenproblemen ausgefallen. Auch Marc Pechstein kehrt ins Team der Erzgebirger zurück.

Foto: Ralf Wendland

EHV kann für Vorentscheidung sorgen

Aues Zweitliga-Handballer treten heute Abend beim Vorletzten in Neuhausen an. Am Sonntag treffen sie in der Erzgebirgshalle auf die HG Saarlouis.

Von Kjell Riedel
erschienen am 21.04.2017

Neuhausen/Lößnitz. Die Männer des EHV Aue haben den letzten Doppelspieltag in dieser Saison vor sich - und zugleich das möglicherweise bereits vorentscheidende Wochenende im Kampf um den Klassen- erhalt in der 2. Handball-Bundesliga. Heute, 20 Uhr müssen sie am Fuß der Schwäbischen Alb beim TV Neuhausen ran, und am Sonntag ab 17 Uhr gastiert die HG Saarlouis in der Lößnitzer Erzgebirgshalle. Den Auern, die mit 28:32 Punkten auf Tabellenplatz 10 stehen, bietet sich in diesen Duellen die Chance, die 30-Zähler-Marke zu knacken.

"Ich denke, die magische Grenze von 30 Punkten muss man auf je-den Fall erreichen. Vielleicht sind in diesem Jahr aufgrund der Aus- geglichenheit der Liga aber auch 32 oder 34 Punkte nötig, um sicher die Klasse zu halten." Das hatte Aues Trainer Stephan Swat bereits Anfang Dezember in der "EHV-Post" in einem Interview erklärt. Gestern wollte er mit Blick aufs Wochen- ende nicht über den sicheren Klassenerhalt spekulieren, sagte nur: "Vier Zähler aus den beiden Spielen wären ein Riesenschritt in diese Richtung."

Vier Punkte sind auch das erklärte Ziel der Auer. Doch Swat mahnte: "Natürlich denkt jeder, wir müssen beim Vorletzten gewinnen. Aber Neuhausen schenkt uns nichts. Das wird harte Arbeit." Die Aussichten des Teams aus dem Stadtteil von Metzingen, das rettende Ufer noch zu erreichen, sind angesichts von acht Plus- und zehn Minuspunkten Rückstand zur SG Leutershausen auf dem ersten Nichtabstiegsplatz wohl nur noch rechnerischer Natur. Dass sich die Baden-Württemberger nicht aufgegeben haben, zeigten sie allerdings im jüngsten Heimspiel, als sie den Dessau-Roßlauer HV mit 24:22 bezwangen. Auch am vorigen Wochenende im Kellerduell beim TuS Ferndorf gaben sie alles. Am Ende einer umkämpften Partie musste sich der TVN jedoch mit einem 26:26 begnügen, obwohl er zwischenzeitlich 16:10 vorn lag. "Wir wollen bis zum Saisonende noch so viele Punkte wie möglich einfahren. Natürlich wäre der Klassenerhalt bei der gegenwärtigen Konstellation eine Sensation", erklärte Trainer Alexander Job danach. Stephan Swat geht davon aus, dass seinen Schützlingen heute vom TV wirklich alles abverlangt wird. "Aber wir haben beim VfL Bad Schwartau trotz der Niederlage eine gute Leistung gezeigt, uns nur ein paar Fehler zu viel erlaubt. Wenn wir die abstellen, bin ich optimistisch. Wir wollen die beiden Punkte mit aller Macht aus Neuhausen mitnehmen." Personell gebe es auch keine Probleme.

Das Hinspiel im November in Lößnitz hatte der EHV mit 32:29 für sich entschieden. Seinerzeit trugen die Torhüter Robert Wetzel und Erik Töpfer sowohl mit tollen Paraden als auch mit jeweils einem Treffer maßgeblich zum Sieg bei. Nur zwei Tage später gewannen die Auer in Saarlouis 24:23. Vielleicht ja ein gutes Omen für den erneuten Doppelspieltag und das Wiedersehen, das es am Sonntag, 17 Uhr in der Erzgebirgshalle mit den Saarländern gibt.

Letztere müssen heute Abend zunächst in eigener Halle gegen den Drittletzten aus Ferndorf schauen, dass ihr Abstand zur Abstiegszone nicht weiter schrumpft. Denn bei einer Heimniederlage könnte die mit 26:34 Zählern auf dem 14. Platz stehende HG vollends in den Strudel geraten. Das wird das Team von Trainer Jörg Bohrmann, das nach einem 33:31-Sieg zu Hause über die HSG Nordhorn-Lingen zuletzt unglücklich mit 29:30 beim TV Emsdetten verlor, mit allen Mitteln verhindern wollen. Gewinnt Saarlouis heute und der EHV patzt in Neuhausen, dann treffen übermorgen in Lößnitz punktgleiche Mannschaften aufeinander. Es geht eben verrückt eng zu in dieser 2. Bundesliga.

"Klar, in unserer Halle müssen wir Saarlouis besiegen", sagte Swat und fügte an: "Aber mit diesem Spiel beschäftigen wir uns erst intensiv, wenn wir wissen, wie es für uns beim TV Neuhausen gelaufen ist."

 
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