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Martin Herholz erzielte gegen den HC Einheit Plauen II zehn Tore für den SV Schneeberg. Dennoch verlor er mit seinem Team knapp.

Foto: Ralf Wendland

SVS-Männer unterliegen selbst Letztem

In der Staffel West der Handball-Verbandsliga ist der Abstieg der Schneeberger eigentlich besiegelt. Sachsenligist EHV Aue II gerät auch immer mehr unter Druck.

Von Unseren Mitarbeitern
erschienen am 21.03.2017

Aue/Schwarzenberg/Zwönitz. Die um den Klassenerhalt in der Sachsenliga kämpfenden Handballer des EHV Aue II sind am Wochen-ende gegen den TSV Radeburg chancenlos gewesen. In der Erzgebirgshalle unterlagen sie den erfahrenen Ostsachsen klar mit 28:37 (11:17).

Die Gäste führten schnell 4:2 und setzten sich bis auf 10:4 ab. Die junge Auer Mannschaft präsentierte sich gegen den TSV, der im Angriff stets mit sieben Feldspielern agierte, oft nicht mutig genug. Zudem fehlte dem EHV-Rückraum die Durchschlagskraft, um gegen die 6:0-Abwehr erfolgreich zu sein. Mit einem Sechs-Tore-Rückstand ging es in die zweite Hälfte. Bis zum 17:23 blieb es dabei. Den Gastgebern gelang es jedoch nicht, die physischen Vorteile für eine Aufholjagd zu nutzen. Vielmehr vergrößerte der neue Tabellenfünfte den Abstand bis auf 30:20 und verwaltete dann den Vorsprung.

Aue II: Raupach (2), Bamler; Schwenning (1), Baumgarten, Pechmann (3), Ebert (7), Frie- del (4/1), L. Roth (1), Keller, F. Roth (1), Krauß (2), S. Fischer (6), Schauer (1). (kiw)

Platz 6 in der Verbandsliga West haben die Frauen des SV Schneeberg nach dem 23:16-Heimerfolg (13:7) über Turbine Leipzig vorzeitig sicher. Obwohl einige wichtige Spielerinnen fehlten und Miriam Fuhrig ab der 7. Minute verletzt ausfiel, lag der SVS 5:2 vorn. Danach wurden die Gäste besser, verkürzten auf 5:6 (20.). Aber auf der Basis einer stabilen Abwehr und mit einer starken Linda Putzker im Tor kehrte die Sicherheit in die Aktionen des SVS zurück. Im Aufbau zog laut Trainer Sascha Thieme Linda Leonhardt clever die Fäden, aus dem Rückraum und über die Außen wurde Druck gemacht, und so ging es mit einem beruhigenden 13:7 in die Pause.

In der zweiten Hälfte knüpften die Bergstädterinnen nahtlos daran an, sorgten so bis zur 50. Minute mit dem 20:11 für glasklare Verhältnisse. In den letzten zehn Minuten kam Turbine noch ein klein wenig näher heran. Sascha Thieme war jedenfalls sehr zufrieden "Vor allem vor der kämpferischen Einstellung meiner Spielerinnen ziehe ich den Hut. Fast alle mussten die vollen 60 Minuten mit hohem Tempo gehen."

Schneeberg: Putzker, Heindel; Martin (7), Prochnow (1), Petzold, Dörfel (4), Bamler (5), Leonhardt (4/1), Fuhrig, Küchler (2). (kjr)

Eine 23:33-Pleite (6:18) erlebten die Frauen der SG Raschau-Beierfeld bei Spitzenreiter HSV Mölkau. Dabei ging die erste Hälfte aus Sicht der Erzgebirgerinnen, die sich mit Diana Fischer, Jessica Klug und Tina Modalek Unterstützung aus der zweiten Mannschaft geholt hatten, völlig in die Hose. Die Abwehr war mit der schnellen Spielweise des HSV überfordert, im Angriff lief nur wenig zusammen. Hinzu kam eine frühe rote Karte. Dies alles führte dazu, dass Mölkau bis zum Seitenwechsel mit dem 18:6 schon für die Entscheidung gesorgt hatte.

Zumindest steckte die SG nicht auf, agierte im zweiten Durchgang in der Abwehr energischer und in der Vorwärtsbewegung mit mehr Tempo. Das Team von Uwe Hans präsentierte sich komplett verwandelt, kämpfte bis zum Schluss. Der Rückstand blieb allerdings groß.

Raschau-Beierfeld: Schramm; Weber, Schmidt (10), Jampe (2/1), Klug, Döscher (9/2), Freitag (2/1), Fischer, Modalek, Ulbricht, Mikosch. (aweb)

Nun kann die Männer des SV Schneeberg nur noch eine Entscheidung am grünen Tisch vor dem Abstieg bewahren. Das rettende Ufer in der Verbandsliga West ist nach der 29:30-Niederlage (19:17) zu Hause gegen Schlusslicht HC Einheit Plauen II zu weit entfernt. Die Bergstädter müssen sogar aufpassen, in den letzten drei Partien nicht auch noch den vorletzten Platz zu verspielen.

Laut Trainer Steffen Kühnel setzte seine Mannschaft in der ersten Halbzeit das Vorhaben gut in die Tat um, Konter der Gäste zu unterbinden, selbst aber durch Tempogegenstöße erfolgreich zu sein. Nach ausgeglichenem Verlauf verschaffte sich der SVS vor der Pause einen leichten Vorteil, der nach Kühnels Worten durchaus größer als 19:17 hätte sein können.

"Die zweite Hälfte war zerfahren, von vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten geprägt. Auch die Frische vermisste ich nun", so der Trainer, dem einige Akteure fehlten. In der 53. Minute glich Einheit aus. Bis in die Schlussphase hinein legte Schneeberg vor, Plauen zog nach. Eine Minute vorm Ende traf der SVS nicht, und Einheit ging in Führung. Die Gastgeber versiebten auch die letzte Möglichkeit. "Wer so viele Chancen auslässt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er verliert", so Kühnel.

Schneeberg: Helbig, Treuter; Sippel, Reinhold (3), Thielemann (2), Boericke (4), Kleinhempel, Unbehauer (4/3), Sobieraj (5), Lie- berei (1), Herholz (10). (kjr)

Die Männer des Zwönitzer HSV haben Platz 1 in der Verbandsliga West behauptet. Gegen äußerst motivierte Gäste vom SV Lok Leipzig-Mitte gewannen die Erzgebirger 30:26 (11:11). "Wir lösten die Angriffe gegen die extrem offene Leipziger Abwehr gut, kriegten am Anfang nur den Ball zu oft nicht im Netz unter. In der zweiten Hälfte war die Chancenverwertung deutlich besser", so Trainer Frank Riedel.

Die Gäste überraschten mit einer offensiven Abwehr, die schon einer Manndeckung ähnelte. Mit gutem 1:1-Verhalten nutzte der HSV allerdings die Räume, scheiterte aber wiederholt am guten Leipziger Torhüter. Da HSV-Keeper Michal Kerner wiederum keinen Ball zu fassen bekam, lag Lok 5:2 vorn. Zwönitz drehte das Resultat auf 7:5. Mit 11:11 war zur Pause indes alles offen. Auch im zweiten Durchgang blieben die Gäste dran und stellten die individuellen Fähigkeiten der Erzgebirger auf eine harte Probe. Erst kurz vor Schluss sorgte Jiri Brecko mit dem 29:26 (59.) für die Entscheidung.

Zwönitz: Stopp, Kerner; Brecko (10/4), Franke, Schmidt, Hartenstein (8), Langer (5), Becher (1), Kotesovec (3), Küntzel (1), Schlömer, Löbner (2). (bral)

 
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