Bestattungshaus Hölig in Zwickau und Umgebung: Drei Jahrzehnte zwischen Tradition und neuen Wegen.
Manchmal sind es die kleinen Details, die einen Abschied unvergesslich machen. Eine Urne, die auf einer alten Nähmaschine steht, weil die Verstorbene ihr Leben lang schicke Kleider fertigte. Oder eine Flasche Rotwein, die im Wald geöffnet wird, weil der Verstorbene genau diesen Moment noch geplant hatte.
Es sind solche Augenblicke, die zeigen: "Jeder Mensch ist einzigartig. Und genauso sollte auch der letzte Abschied sein", sagt Josef George, Geschäftsführer im Bestattungshaus Hölig.
Mit fünf Geschäftsstellen in Zwickau und Umgebung begleitet das Familienunternehmen Menschen in einer der sensibelsten Phasen ihres Lebens.
Doch hier geht es um mehr als die reine Organisation. Es geht um Persönlichkeit, Erinnerung und Würde.
Ein mutiger Anfang
Gegründet wurde das Unternehmen 1992 von Peter Hölig als eines der ersten privaten Bestattungshäuser der Region. 2007 übernahm Tino George, bevor er die Verantwortung 2015 an seinen Sohn Josef George übergab.
Für ihn ist der Beruf eine Berufung und schon immer ein Teil seiner Lebensgeschichte.
"So bin ich aufgewachsen", schmunzelt er und fängt zu erzählen an: Sein Vater, einst Kürschner, verdiente sich schon zu DDR-Zeiten mit dem Ausheben von Gräbern etwas dazu.
Kurz nach der Wende fasste er einen klaren Entschluss: ein eigenes Bestattungsunternehmen.
"Als ich damals kurzerhand mit Gummistiefeln auf dem Rad zum Rathaus fuhr, um mein Gewerbe anzumelden, dachte meine Mama noch an einen Scherz", lacht Josef George, der sich an frühe Tage zwischen Werkstatt, Trauerhaus und Bereitschaftsdienst erinnert.
"Pssst, unten sind traurige Leute", hörte er als Kind oft.
Zwischen Professionalität und Menschlichkeit
Mit neun Jahren trug er bereits das Kreuz bei Beerdigungen. Später schlug er zunächst einen anderen Weg ein, lernte Hotelfachmann und bediente sogar den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder bei einer Tagung in Dresden.
Der Dienstleistungsgedanke, den er während dieser Ausbildung verinnerlichte, prägt ihn bis heute: "Jeden Tag mein Bestes geben, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen."
Mittlerweile arbeitet ein achtköpfiges Team im Bestattungshaus - Menschen wie Konstantin Maschke, der neben einem Friedhof groß geworden ist und schon früh von der besonderen Atmosphäre fasziniert war.
Für ihn ist der Beruf eine Mischung aus Handwerk, Beratung und echter Nähe: "Es ist eine Hilfe für Hinterbliebene mit einem direkten, ungefilterten Feedback - das kann kaum eine Branche so von sich behaupten."
Zehnjähriges Standortjubiläum im August
Um den eigenen Anspruch zwischen Professionalität und Einfühlungsvermögen auch räumlich bestmöglich umsetzen zu können, entschied sich das Bestattungshaus vor zehn Jahren für den heutigen Hauptstandort in Zwickau-Pölbitz.
Mit dem Umzug wurde bewusst in moderne Strukturen investiert: Großzügige Lagerflächen für individuelle Dekorationen, speziell ausgestattete Versorgungsräume und ein klimatisierter Ruheraum schaffen die Voraussetzungen, um Verstorbene würdevoll zu versorgen.
Selbst besondere Anforderungen, etwa die Vorbereitung für internationale Überführungen, können hier umgesetzt werden.
Die Philosophie des Hauses bleibt dabei stets unverändert: mit klarem Kopf organisieren und gleichzeitig Raum für Trauer, Erinnerungen und auch ein Lächeln lassen.
Denn Abschied bedeutet nicht nur Schmerz, sondern auch Dankbarkeit.
Individualität als Herzensanliegen
"Wir begleiten die Hinterbliebenen auf dem letzten Weg so individuell wie möglich", sagt Josef George.
Unser Ziel ist es immer, dass auch Menschen außerhalb des engsten Freundes- und Familienkreises den Verstorbenen in der Trauerfeier wiedererkennen. Dafür nimmt sich das Team bewusst Zeit.
In Gesprächen formen sich Charaktere und so auch Ideen für persönliche Rituale: Die Lieblingsmusik statt klassischer Orgelklänge. Individuelle Dekorationen, die das Leben widerspiegeln. Bilder, Videos oder kleine Gesten, die Erinnerungen greifbar machen.
Eine Trauerfeier wird so zu einem letzten, großen "Danke".
Mehr Möglichkeiten als je zuvor
Während die Feuerbestattung in Deutschland nach wie vor den größten Anteil ausmacht, verändert sich der Blick auf den Abschied spürbar.
Immer mehr Menschen wünschen sich Formen des Gedenkens, die über das Traditionelle hinausgehen.
Es geht nicht mehr nur um die Art der Beisetzung, sondern um die Frage: Wie kann Erinnerung weiterleben?
Auch wenn in Deutschland grundsätzlich Friedhofszwang besteht, ermöglichen internationale Lösungen und neue Konzepte individuelle Wege des Gedenkens.
Schmuckstücke für bleibende Nähe
So entstehen Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren kaum denkbar waren.
Ein Teil der Asche kann beispielsweise zu einem ganz persönlichen Schmuckstück verarbeitet werden: Ein Anhänger, ein Ring oder ein Armreif, der den geliebten Menschen im Alltag spürbar nahe hält.
Andere gehen noch einen Schritt weiter: Denn aus dem enthaltenen Kohlenstoff der Asche lässt sich unter hohem Druck und großer Hitze ein synthetischer Diamant fertigen.
Kreislauf des Lebens vermehrt im Fokus
Auch der Gedanke an den Kreislauf des Lebens gewinnt an Bedeutung.
Bei sogenannten Lebensbaumbestattungen wird die Asche in ein spezielles Substrat eingebracht, aus dem ein junger Baum wächst - beispielsweise eine Magnolie oder eine Japanische Blütenkirsche.
Über Monate hinweg verwurzelt sich dieser mit der Asche, bevor er an die Angehörigen übergeben wird.
Parallel dazu rücken nachhaltige Alternativen stärker in den Fokus.
Die sogenannte Reerdigung, eine vergleichsweise neue Form der Bestattung, versteht sich als besonders umweltfreundlicher Weg.
Der Leichnam wird in einen "Cocon" aus Heu, Stroh und Blumen gebettet. Durch Mikroorganismen wird der Körper innerhalb von wenigen Wochen vollständig zu fruchtbarer Erde zersetzt.
Vorsorge als Entlastung
Ein wichtiger Aspekt der Arbeit sei die Vorsorge, erklärt Josef George.
"Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst dafür, ihre Wünsche und die Finanzierung der Bestattung zu Lebzeiten frühzeitig festzuhalten. Hinterbliebene tun sich oft schwer mit mutigen Entscheidungen. Deshalb ist es sinnvoll, Dinge vorher zu klären."
Das Bestattungshaus übernimmt dabei auf Wunsch sämtliche Formalitäten: von Behördengängen über Abmeldungen - unter anderem von Versicherungen, GEZ, Mitgliedschaften oder Abonnements - bis hin zur kompletten Planung der Trauerfeier mit Redner, Ritualen, Dekoration und Blumengrüßen.
Ein besonderer Vertrauensbeweis
Dass das Bestattungshaus Hölig über die Region hinaus geschätzt wird, zeigt ein besonderer Moment: Anfang 2025 durfte das Team für den letzten Weg des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler das Fahrzeug bereitstellen.
Wahrscheinlich war es auch in diesem Fall das Vertrauen in die besondere Sorgfalt des Hauses, die den Ausschlag gab.
Denn hier weiß man: Erinnerungen brauchen Raum. Manchmal in Form einer Nähmaschine, eines Glas Rotweins oder als kleines Bäumchen im eigenen Garten.
Geschäftsstellen in Zwickau und dem Umland:
Hölig in Zwickau-Pölbitz
Crimmitschauer Straße 36f | 08058 Zwickau
Telefon: 0375 212388 | Mail: [email protected]
Hölig in Zwickau-Planitz
Lengenfelder Straße 12 | 08064 Zwickau
Telefon: 0375 786262 | Mail: [email protected]
Hölig in Zwickau-Marienthal
Karl-Keil-Str. 27 | 08060 Zwickau
Telefon: 0375 522227 | Mail: [email protected]
Hölig in Glauchau
Otto-Schimmel-Str. 4 | 08371 Glauchau
Telefon: 03763 2365 | Mail: [email protected]
Hölig in Hartenstein
August-Bebel-Straße 3b | 08118 Hartenstein
Telefon: 037605 7046 | Mail: [email protected]
Erreichbarkeit rund um die Uhr: 0375 - 21 23 88