Wenn in der Adventszeit die Bergparaden durchs Erzgebirge ziehen, erfüllt ein ganz besonderer Zauber die Straßen. Sie sind Herzstück unseres Brauchtums, Teil des immateriellen Kulturerbes und lebendige Erinnerung an unsere montane Geschichte. Jahr für Jahr ziehen sie Zehntausende an, schenken Gänsehautmomente und füllen die Städte mit Wärme, Musik und Gemeinschaft.
Die Organisation der Paraden verlangt den Kommunen viel ab. Steigende Kosten und strenge Sicherheitsauflagen machten die Zukunft der Bergparaden zuletzt ungewiss. Was wäre verloren gegangen, wenn Musikzüge und Uniformträger gefehlt hätten? Ein Stück Identität - und gelebte Tradition.
Doch gemeinsam wurde gehandelt: Die erzgebirgischen Bergstädte und der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine wandten sich an den Ministerpräsidenten - und wurden gehört
Auf Initiative des Welterbevereins und Geschäftsführer Steve Ittershagen wurde die Situation früh angesprochen. Das Ergebnis: 100.000 € Unterstützung für 19 Kommunen. Die Bescheide sind da - und damit die Gewissheit, dass die Bergparaden auch in diesem Jahr gesichert sind.
Landrat Rico Anton (Erzgebirgskreis): "Wir alle stehen geschlossen hinter den Bergparaden. Sie sind ein Symbol des Zusammenhalts und der regionalen Identität. Die Unterstützung hilft uns, diese gelebte Kultur auch unter schwierigen Rahmenbedingungen weiterzuführen."
Ministerpräsident Michael Kretschmer: "Die Bergparaden im Erzgebirge sind ein lebendiges Zeugnis sächsischer Geschichte, ein Ausdruck tief verwurzelter Identität und ein bedeutender Faktor für den Tourismus. Ich danke den treibenden Kräften hinter dieser Initiative für ihren Einsatz. Besonderer Dank gilt dem Welterbeverein und dem Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine, die sich hier gemeinsam nach Kräften um diese einzigarte Tradition bemühen. Der Freistaat Sachsen steht fest an ihrer Seite - wir werden die Bergparaden auch künftig tatkräftig unterstützen, damit sie ihre Strahlkraft und Authentizität behalten."
Damit das montane Erbe nicht nur bewahrt, sondern auch verstanden wird, setzt der Welterbeverein einen starken Fokus auf Kinder und Jugendliche. Bildungsprojekte und emotionale Erlebnisse schaffen Nähe - und Zukunft.
Ein Moment, der vielen in Erinnerung geblieben ist: Bei der Großen Abschlussbergparade in Annaberg im Dezember 2024 übernahmen Kinder erstmals die Spitze der Parade. Mit der Standarte des Welterbevereins führten sie den Zug zur St. Annenkirche. Ein starkes Bild dafür, was Welterbe bedeutet - Verantwortung übernehmen und das Erbe mit Liebe und Stolz an die nächste Generation weitergeben.
Sechs Jahre UNESCO-Welterbe liegen hinter uns - Jahre voller Engagement, Fortschritt und gemeinsamer Erfolge. Auch 2026 wird der Welterbeverein mit voller Kraft daran arbeiten, unsere Region lebendig zu halten, sie zu stärken und weit über ihre Grenzen hinaus sichtbar zu machen.
Frohe Weihnachtsgrüße
Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten ein friedliches, gesegnetes Weihnachtsfest, Momente der Ruhe und Freude - und einen kraftvollen Start ins neue Jahr.
Ein herzliches Glück Auf!
Steve Ittershagen gemeinsam mit dem Team des Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V.
Hier gibt's alle Infos: www.montanregion-erzgebirge.de
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Bildquellen: Tim Fischer // Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. // PS Media Point // Ronny Küttner photoron // Kristian Hahn