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Für die Doku "Katarina Witt. Eine Reise zu mir" sprach die Einskunstläufern erstmals mit Ingo Steuer über dessen Spitzel-Vergangenheit als "inoffizieller Mitarbeiter" der DDR-Staatssicherheit.

Foto: MDR

Ingo am Steuer?

In der ausführlichen Fernsehdokumentation "Katarina Witt. Eine Reise zu mir" am Freitag, 19 Uhr besucht die erfolgreiche sächsische Eiskunstläuferin noch einmal wichtige Stationen ihres Lebens und trifft dabei vor der Kamera Freunde, Kollegen und Wegbegleiter.

erschienen am 24.03.2016

Zweifache Olympiasiegerin, vierfache Weltmeisterin und sechsfache Europameisterin - Katarina Witt ist eine der erfolgreichsten Eiskunstläuferinnen aller Zeiten. Sie war das "schönste Gesicht des Sozialismus" und ein Star in den USA. Während des Kalten Krieges vereinte die junge Frau aus Karl-Marx-Stadt Fans aus Ost und West.

Aus Anlass ihres 50. Geburtstages Anfang Dezember vergangenen Jahres hat sich Katarina Witt auf eine Reise begeben, bei der sie Menschen wiedertrifft, die nicht nur ihr sportliches Leben entscheidend geprägt haben. Unterwegs kommt es dabei zu Gesprächen und Begegnungen, die die Sportlerin und Moderatorin von einer bislang unbekannten Seite zeigen.

So reist Katarina Witt noch einmal nach Sarajevo, wo sie als 18-jährige ihren ersten Olympiasieg feierte. Begleitet wird sie auf dieser Etappe von ZDF-Moderator Rudi Cerne, damals der erfolgreichste Eiskunstläufer der Bundesrepublik. In der bis heute vom Krieg gezeichneten Stadt begegnet sie Eldina Jasarevic, die 1984 als junge Frau bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele dabei war.

Eine weitere Station ihrer Reise sind die USA, wo Katarina Witt viele Jahre lebte und arbeitete. In New York trifft sie sich mit Schauspiel- Legende Robert De Niro, den sie 1998 während der Dreharbeiten zum Thriller "Ronin" kennenlernte. In San Francisco besucht sie außerdem Brian Boitano, ihren langjährigen Freund und Kollegen aus gemeinsamen Eis-Shows, der in ihrem Triumph-Jahr 1988 in Calgary das Eiskunstlauf-Gold bei den Herren gewann. Zurück in Europa schaut sie außerdem in Lausanne bei IOC-Präsident Thomas Bach vorbei.

Natürlich darf auch die Heimatstadt Chemnitz auf dieser Reise nicht fehlen. In ihrer früheren Eislaufhalle sieht sie ihre mittlerweile fast 90-jährige Trainerin Jutta Müller wieder, vor der sie auch heute noch großen Respekt hat. Außerdem begegnet sie ihrem ehemaligen Trainingskollegen Ingo Steuer, mit dem sie in dieser Filmdokumentation erstmals und bemerkenswert offen über dessen Spitzel-Tätigkeit für die Stasi spricht. Und auch ihre Eltern, Freunde und Kollegen kommen auf der Reise nicht zu kurz.

Entstanden ist ein Film, der die Lebensstationen von Katarina Witt nachzeichnet, hinter die Kulissen des Eiskunstlaufs blickt, aber Katarina Witt auch privat sehr nahe kommt. Morgen am Karfreitag zeigt das Erste um 19 Uhr die vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Doku. Das MDR-Fernsehen wiederholt "Katarina Witt. Eine Reise zu mir" am Ostersonntag 22 Uhr. (fp)

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Onkel-Max-Frage
Wie kann jemand Bester "aller Zeiten" sein?
Onkel Max
Tomicek

In fast allen Medien taucht immer wieder die Feststellung "bester ... aller Zeiten" auf. Wie soll man das werten? Ist damit nur die Vergangenheit gemeint? "Aller Zeiten" bedeutet doch eigentlich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ein "bester Sportler aller Zeiten" würde demnach nie wieder von einem anderen Sportler übertrumpft werden können. Welche journalistische Vorgehensweise liegt dieser oft verwendeten Feststellung zugrunde? (Die Fragen stellte U. Dietrich aus Oberschöna.)

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