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Politik ist gegen generelles "Tschüss"-Verbot an Schulen
"Ein Bayer darf auch Tschüsseln", betonte Fischbach in einer Stellungnahme
München/Passau (dapd). In der Diskussion um Dialektförderung an Bayerns Schulen sprechen sich immer mehr Politiker gegen ein Verbot von hochdeutschen Grußformeln aus. Es sei richtig, den Schülern den Wert des Dialekts nahezubringen, sagte der kulturpolitische Sprecher der Freien Wähler (FW) im Landtag, Michael Piazolo, am Montag auf Anfrage. "Aber ein bayernweites Tschüss-Verbot an den Schulen wäre nicht gut", betonte Piazolo. Auch die Jungliberalen stehen zum "Tschüss".
Die "Passauer Neue Presse" hatte Mitte Januar über eine Mittelschule in der Dreiflüssestadt berichtet, die von der Rektorin zur "Hallo- und Tschüss-freien Zone" erklärt worden war.
Eine solche Aktion könne sinnvoll sein, "um bei den Schülern Sensibilität für den Dialekt zu wecken", sagte FW-Politiker Piazolo. Sie dürfe aber nicht dazu führen, nicht-bayerische Schüler zu diskriminieren.
Der Landesvorsitzende der Jungliberalen in Bayern, Matthias Fischbach, bezeichnete die Initiative der Passauer Rektorin als absurd. "Ein Bayer darf auch Tschüsseln", betonte Fischbach in einer Stellungnahme.
dapd