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Tillich und Zastrow fordern Erhalt der Kasernen in Sachsen
Bei letzten Standortauflösungen der Bundeswehr überdurchschnittlich belastet
Dresden (dapd-lsc). Die Spitzen der Regierungskoalition in Sachsen machen sich für einen Erhalt der Bundeswehrstandorte im Freistaat stark. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sagte in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview mit der Zeitschrift "Super-Illu", Sachsen sei bereits bei den letzten Standortauflösungen der Bundeswehr überdurchschnittlich belastet worden. Außerdem trügen sächsische Soldaten eine Hauptlast bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. "Insofern müssen auch die Kasernen und Standorte im Land erhalten bleiben", forderte Tillich.
FDP-Fraktionschef Holger Zastrow sagte, die Bundeswehr sei in Sachsen in der Bevölkerung fest verankert. 90 Prozent des Personals der Panzergrenadierbrigade 37 stamme aus Ostdeutschland, vor allem aus Sachsen und Thüringen. Auch sei der Abiturientenanteil unter den Wehrdienstleistenden in Sachsen in der Vergangenheit deutlich höher gewesen als in Westdeutschland. Dies sei die beste Voraussetzung für die Armee, künftige Offiziere in Sachsen zu finden.
Die CDU-Landtagsabgeordnete Iris Firmenich sagte, die sächsischen Standorte böten besten Ausbildungsbedingungen und eine erstklassige Infrastruktur. Alle Standorte in Sachsen seien "unerlässlich" und müssten auf unverändertem Niveau erhalten bleiben.
Die Bundeswehr will in den kommenden Jahren ihre Truppenstärke spürbar reduzieren. In diesem Zusammenhang wird auch über Standortschließungen bundesweit diskutiert.
dapd