AfD legt stark zu - Rot-Rot-Grün abgewählt

Bei der Stadtratswahl in Chemnitz hat es deutliche Verschiebungen gegeben. Während das linke Lager massiv verliert, wächst das rechte Spektrum an.

Die AfD hat bei der Wahl zum neuen Chemnitzer Stadtrat die größten Stimmengewinne verbucht. Laut dem Wahlergebnis nach allen Auszählung 173 Wahlbezirke erreichte die Partei 17,91 Prozent der Stimmen und konnte damit ihr Ergebnis von 2014 mehr als verdreifachen. In der Wählergunst zulegen konnten auch die Grünen mit 11,51 Prozent, die rechtsextreme Bürgerbewegung Pro Chemnitz mit 7,68 Prozent sowie die FDP mit 7,39 Prozent.

CDU (19,93 Prozent), Linke (16,74 Prozent) und SPD (11,65 Prozent), die bisher die größten Stadtratsfraktionen stellen, büßten deutlich ein. Die CDU verlor etwa fünf Prozentpunkte im Vergleich zu 2014, die Linken mehr als sieben und die SPD mehr als acht Prozentpunkte gegenüber der vorangegangenen Stadtratswahl. Auch die Wählervereinigung Volkssolidarität (Vosi) und die freie Liste "Chemnitz für alle", der auch Mitglieder der Piraten-Partei angehören, blieben mit 2,27 beziehungsweise 1,97 Prozent der Stimmen unter ihren Erwartungen und den Ergebnissen von 2014.


Als "sehr gutes Ergebnis" bewertete Nico Köhler, Vorstandsmitglied des AfD-Kreisverbandes sowie Stadtrats- und Landtagskandidat seiner Partei, den Wahlausgang. Es bringe zum Ausdruck, dass die Menschen eine andere Politik wollen als bisher, sagte er. Eines der ersten Vorhaben, das die dann größere AfD-Fraktion nach der Konstituierung des neuen Stadtrates in Angriff nehmen werde, sei ein Bürgerentscheid über die Bewerbung von Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025.

Grünen-Landtagsabgeordneter Volkmar Zschocke nannte das Ergebnis seiner Partei sehr beachtlich. Es habe sich gezeigt, sagte er, wie wichtig es sei, eine klare Haltung zu zeigen für ein internationales und weltoffenes Chemnitz. Er kündigte an, mit der neuen und größeren Ratsfraktion den klaren Kurs gegen Hass und Ausgrenzung fortzusetzen und "den Angriff auf das friedliche und solidarische Chemnitz gemeinsam abzuwehren".

Hingegen zeigte sich CDU-Kreisverbands-Chef Frank Heinrich vom Wahlergebnis seiner Partei enttäuscht. Es habe ihn zunächst sprachlos gemacht, sagte er am Abend. Obwohl die CDU auch weiterhin die stärkste politische Kraft in der Stadt ist, sei das Abschneiden von AfD und Pro Chemnitz erschreckend, so Heinrich. Über den künftigen Umgang mit den anderen Fraktionen werde sich der Kreisvorstand am Montagabend verständigen. Es gehe um eine konstruktive Politik für die Chemnitzer, so Heinrich.

Auch Sachsens CDU-Generalsekretär Alexander Dierks hat den Wiedereinzug in den Chemnitzer Stadtrat verpasst. Der 31-Jährige erhielt nicht die erforderlichen Stimmen und hat damit seinen Sitz im Stadtrat verloren, den er seit 2014 inne hatte. Dierks war im Wahlkreis 2 (Hilbersdorf, Ebersdorf, Sonnenberg, Euba) angetreten, allerdings lediglich auf Listenplatz 4. 

Enttäuscht äußerte sich auch Linken-Chef Tim Detzner. "Das ist ein herber Verlust für uns und ein erschreckendes Ergebnis für Chemnitz", sagte er. Die Linksfraktion habe im Stadtrat gute Arbeit geleistet und im Bündnis mit SPD und Grünen viele Projekte auf den Weg gebracht, fügt er hinzu. "Warum kommt das beim Wähler nicht an?" so Detzner.

Auch der Chemnitzer SPD-Chef Jürgen Renz nannte das Wahlergebnis aus Sicht der Sozialdemokraten enttäuschend. Angesichts des Abschneidens der Partei bei der Europawahl sei es allerdings auch nicht anders zu erwarten gewesen. "Die Europawahl hat die Stadtratswahl überlagert. Es ist uns nicht gelungen, uns davon abzukoppeln", so Renz. Gründe für das bundesweit schlechte Abschneiden der SPD sehe er in Hartz IV, in der großen Koalition und in der Person Andrea Nahles.

Für die FDP sagte der Chemnitzer Vize-Chef Eduard Jenke, mit der Zusammensetzung des künftigen Stadtrates werde das politische Spiel nicht einfacher. Er hoffe, sagte Jenke, dass wechselnde Mehrheiten dazu führen werden, das Beste für die Stadt zu erreichen.

Enttäuscht zeigten sich auch Vertreter der Wählervereinigung "Chemnitz für alle" sowie der Liste Volkssolidarität (Vosi). Man habe mit mindestens vier Stadträten einziehen wollen, sagte Vosi-Fraktions-Chef Andreas Wolf-Kather am Abend. "Danach sieht es nicht aus", merkte er an. Auch bei "Chemnitz für alle" reicht es wohl nur für ein Stadtratsmitglied. "Das ist weniger, als wir erwartet haben", sagte Toni Rotter von der Wählervereinigung.

Kurz nach Bekanntgabe der ersten Wahlergebnisse traten Mitglieder des Bündnisses "Aufstehen gegen Rassismus" mit Transparenten vor die im Stadtverordnetensaal versammelten Parteienvertreter. "Wir bleiben auch für die Landtagswahl dabei: Wer AfD wählt, wählt Nazis", rief die Sprecherin des Bündnisses, Gabi Engelhardt, unter stürmischem Applaus.

Die Sitzverteilung im neuen Chemnitzer Stadtrat: CDU 13 Sitze, AfD 11, Linke 10, SPD 7, Grüne 7, Pro Chemnitz 5, FDP 4, VOSI 1, Chemnitz für alle 1, Die Partei 1

Kommentar: Wechselnde Mehrheiten

von Swen Uhlig

Chemnitz hat einen neuen Stadtrat gewählt, und das Ergebnis ist so, wie man es nach den Bundestagswahlen vor zwei Jahren erwarten musste. Die AfD hat ihren Stimmenanteil mehr als verdreifacht und wird künftig fast ein Fünftel aller Ratsmandate für sich beanspruchen. Mit der mittlerweile als extremistisch eingestuften Wählervereinigung Pro Chemnitz, die ihren Stimmenanteil ebenfalls deutlich ausbauen konnte, wird das rechte Lager damit rund ein Viertel der insgesamt 60 Räte stellen. Zugleich wurde Rot-Rot-Grün trotz der Stimmengewinne für die Grünen klar abgewählt, weil Linke und SPD massiv verloren haben. Und auch das sogenannte bürgerliche Lager ist geschwächt: Während die FDP zulegen konnte, hat die CDU rund ein Fünftel ihrer Stimmen von 2014 eingebüßt.

Was heißt das nun alles für den neuen Stadtrat in der Wahlperiode bis 2024? Fest steht, es wird unübersichtlicher, was zunächst einmal nichts Schlechtes heißen muss. Zudem wird es keine klaren, von vornherein feststehenden Mehrheiten mehr geben. Wie vor dem Zustandekommen des rot-rot-grünen Bündnisses vor fünf Jahren auch wird es für die Fraktionen darauf ankommen, sich themenbezogene Mehrheiten zu suchen, um ihre politische Agenda umzusetzen. Dabei wird viel davon abhängen, wie die sogenannten etablierten Parteien künftig mit AfD und Pro Chemnitz umgehen werden. Die Existenz der beiden Gruppierungen zu ignorieren, wie seit 2014 praktiziert, wird nun nicht mehr möglich sein - dafür sind sie zu groß geworden. Dass SPD, Linke und Grüne mit der AfD oder gar Pro Chemnitz gemeinsame Sache machen, scheint hingegen undenkbar; es wird also vor allem von der CDU abhängen, wie viel Einfluss die AfD künftig auf die Chemnitzer Kommunalpolitik nehmen kann.

Fraglich ist aber auch, ob AfD und Pro Chemnitz im neuen Stadtrat zusammenarbeiten. Bisher gab es dafür kaum Anhaltspunkte, aber wird es dabei bleiben? Nach den Stadtfest-Ereignissen im Sommer 2018 hatte die Berliner AfD-Spitze Pro Chemnitz auf eine sogenannte Unvereinbarkeitsliste gesetzt. Ob sich die künftigen Chemnitzer AfD-Räte an diese Vorgabe halten werden, ist derzeit noch völlig offen.

Wahlergebnisse der Kreistagswahl
Wahlergebnisse der Stadt- und Gemeinderatswahl
Wahlergebnisse der Ortschaftsratswahl
alles zur Europawahl

Bewertung des Artikels: Ø 3.6 Sterne bei 7 Bewertungen
39Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    5
    Distelblüte
    29.05.2019

    @Interessierte: Das schließen wir mal als Lösung aus. Bitte denken Sie weiter darüber nach. Danke.

  • 6
    6
    ralf66
    29.05.2019

    @ArndtBremen, was soll diese Wortklauberei, Arndt Bremen, ob nun Organisation, Verein, Vereinigung, Zusammenrottung, Gruppierung, Gemeinschaft, die Antifa ist ein Zusammenschluss von linken Gesinnungsgenossen, mit ganz bestimmten Zielen.

  • 2
    6
    Interessierte
    29.05.2019

    Den roten Daumen zufolge ... bei mir !

  • 6
    5
    Distelblüte
    29.05.2019

    @Interessierte: Wie kommen Sie darauf?

  • 3
    8
    Interessierte
    29.05.2019

    Den Daumen zufolge schreiben hier wohl mindestens 22 Westler !

  • 8
    2
    ArndtBremen
    29.05.2019

    Richtig Blackadder. Es gibt eine in Teilen linksextremistische Vereinigung Antifa. Mit Organisation hat das weis Gott nichts zu tun. Es gibt übrigens auch mehrere, in Teilen rechtsextremistische Vereinigungen. Nicht damit sie mir wieder vorwerfen, ich würde das unter den Teppich kehren.

  • 6
    5
    ralf66
    28.05.2019

    @Blackadder, es gibt keine Antifa, lustig, do pfeift dor Fuchs, da kommt ja sogar Wikipedia nicht vorbei, sich mit dieser linken Gruppierung zu beschäftigen, wenn dort auch vieles sehr differenziert und verharmlosend beschrieben wurde!

  • 4
    10
    Blackadder
    28.05.2019

    Sie sind wirklich lustig, ralf. Es gibt keine Organisation Antifa.

  • 5
    7
    Distelblüte
    28.05.2019

    Ach Ralf...

  • 9
    6
    ralf66
    28.05.2019

    @Blackadder, also Blackadder, wenn dieser Fall in Wurzen schon so stimmt wie Sie ihn beschreiben, möchte ich trotzdem kontern und Ihnen die Antifa vorwerfen, die von gewissen Kreisen in Deutschland politisch gedeckt wird und was bei dieser Organisation Antifa so abgeht, dass können sie gerne selbst erforschen, wenn sie dann neutral an die Sache herangehen, werden Sie ganz schnell merken, halt hier muss ich ganz leise sein!

  • 6
    11
    Blackadder
    28.05.2019

    Zum Thema fähige AfD Kandidaten: in Wurzen zog für die AfD Benjamin Brinsa in den Stadtrat ein. Der bekannte Hooligan gilt seit Jahren als wichtuges Mitglied der Neonazi und Kampfsportszene zwischen Leipzig und Wurzen und derzeit läuft noch ein Ermittlungsverfahren, weil er 2018 einen Journalisten mit einer Machete bedroht hat. Bei den Ausschreitungen im August 2018 in Chemnitz war er selbstverständlich auch dabei.

    Tolles Personal die AfD Sachsen. Soll ich noch mehr raussuchen?

  • 6
    5
    Freigeist14
    28.05.2019

    ralf66@ "Völlige Vollpfosten " ist Ihre Interpretation und Vermutung . Da ich aber einige der Kandidaten kenne ,weiß ich wie die so "drauf sind " . Gegen "die da oben " sein und alle anderen als Altparteien-Kartell zu titulieren wird auf kommunaler Ebene schnell zur Erdung führen . Frei nach Homer Simpson : " Laaaangweilig !"

  • 6
    6
    ralf66
    28.05.2019

    @Blackadder, wissen Sie genau, dass derjenige der schrieb, was nun jetzt mit Barbara Ludwig werden würde AfD-Mitglied ist, denn nachprüfen lässt sich ihre Aussage nicht?
    Wenn ich in mancher schon geführten Unterhaltung mit Jugentlichen, die so auf der links-grünen Welle waren, politisches, geschichtliches, gesellschaftliches Wissen abgefragt habe, musste ich danach mit Grausen feststellen, viel war da nicht da außer der feste Wille, den vermeintlich ausgesuchten politischen Gegner, lautstark zu beschimpfen.

  • 7
    5
    ralf66
    28.05.2019

    @Freigeist14 was in ihrem Ort so ist, muss in anderen Orten noch lange nicht so sein, ich glaube Ihnen auch nicht, dass man seitens der AfD völlige Vollpfosten, wie es ihrer Beschreibung nach anmutet, als Kandidaten als Stadt- und Gemeinderäte zulässt! Es ist natürlich auch möglich, dass scheint mir eher der Grund zu sein, dass Sie von vornherein jemanden als unkompetent einstufen, nur weil er politisch anders denkt wie Sie?

  • 7
    7
    Freigeist14
    28.05.2019

    Dort ,wo gestandene Lokalpolitiker antraten konnten die selbsternannten Retter des Abendlandes nicht gewinnen . In meinem Heimatort wurde die Linke stärkste Kaft . Wenn man sich die Kandidaten der AfD anschaut ,und einige persönlich kennt ,fragt man sich ,wer wählt diese Leute . Die zweite Riege würden kaum über das erste Vorstellungsgepräch hinaus kommen .

  • 6
    2
    DTRFC2005
    28.05.2019

    @Interessierte : Ich denke, Sie haben die Zahlen der Wahlen versehentlich vermischt. Das eine ist die Europawahl, hier hat die AFD 23,52 Prozent, also gewonnen und bei der Stadtratswahl, hat die CDU mit 19,93 Prozent gewonnen.

  • 9
    4
    acals
    28.05.2019

    @Blacky: Ja, das sollten Sie auch nicht so stehen lassen.

    Nach meiner Meinung gibt es einen gravierenden Unterschied zwischen den Rechtsparteien und ihren Wählern zu machen. Diesen Unterschied hatten historisch gesehen die Siegermächte mit Deutschland gemacht - denn "nicht alle Deutschen sind kleine Hitlers". (es gab natürlich auch andere Stimmen!, und das ist nachvollziehbar)

    Es haben alle Parteien des demokratischen Spektrums sich an die Nase zu fassen was alles neben der Spur lief. Ich nehme hier von Links bis CDU/CSU keine Partei aus. Chemnitz kann sozusagen Modellstadt sein - den anstatt erneut über mögliche Mehrheiten auf Basis von Parteienzugehörigkeit zu fabulieren (wie heute Kommentar des Freie Presse Chefs; dieses Fabulieren schreibe ich dann Frau Barbara Ludwig zu, die erst die r2g Linie eingeführt hat, Seifert war da noch ganz anders) wäre es deutlich zielführender, wenn ein Thema rein sachlich betrachtet werden würde. Natürlich (aus der Sicht der Stadräte) aus persönlicher Erfahrung, Kenntnis, Wählerrückkopplung ... so könnte Chemnitz zeigen das Lösen von Problemen und Gestalten von Gegenwart im echten Wechselspiel von sachlichem Pro und Contra geht.

    Etwas fatalistisch möchte ich hinzufügen: Das ist auch die letzte Chance vor der Katastrophe.

    Den AfD Wählern empfehle ich den Film "Die Stadt ohne Juden" aus 1924. (Aus Österreich, Stummfilm, eher nicht kurz) Das AfD Führungspersonal kennt diesen Film bestens - in der Phantasie dieses Führungspersonals bekäme es die Kurve, vor der Totalkatastrophe; aber halt nur in der Phantasie.

  • 13
    3
    Kastenfrosch
    27.05.2019

    "Tun sie. Fast zweistellig. Ebersdorf wählte 30% AfD für die Europawahl, 20% für den Stadtrat."

    Übersehen Sie nicht die knapp 13%, die "Pro Chemnitz" in Ebersdorf bei der Stadtratswahl erhalten hat. Es ist nicht schwer zu erraten, wo deren Wähler bei der Europawahl ihr Kreuz gemacht haben. (Ihre Zweifel teile ich.)

  • 16
    8
    OlafF
    27.05.2019

    Liebe Leser ,was wollen Sie machen, wenn Ihnen das Wahlergebnis nicht gefällt? So lange wählen bis es Ihnen gefällt? Geht nicht, dann akzeptieren Sie es, das muss man aushalten in einer Demokratie! Oder wollen Sie am liebsten DDR-Verhältnisse zurück? Lernen sie Ihre demokratisch gewählten Gegner zu akzeptieren, vielleicht
    entdecken Sie Schnittmengen oder bringen Sie Argumente anstatt Beschimpfungen!

  • 13
    16
    cmi
    27.05.2019

    @DTRFC2005

    > Ob Wähler beim wählen von Kommunalwahl, Landtagswahl und BTW Unterschiede in ihrem Wahlverhalten zulassen, kann ich schlecht einschätzen.

    Tun sie. Fast zweistellig. Ebersdorf wählte 30% AfD für die Europawahl, 20% für den Stadtrat.

    Ich bin ehrlich gesagt zutiefst erschüttert über solche Ergebnisse und werde das für meine eigene Planung definitiv berücksichtigen. Als Unternehmen im IT-Bereich ist es so schon schwer genug, Personal "in der Provinz" zu finden, aber hey - man kommt halt von hier. Wahlergebnisse wie im Großteil von Sachsen machen das definitiv nicht einfacher und lassen mich mehr und mehr zweifeln ob ich tatsächlich hier noch richtig bin.

  • 15
    7
    Steuerzahler
    27.05.2019

    „"Warum kommt das beim Wähler nicht an?" so Detzner.“ Schon die Frage allein zeigt doch, dass man weit weg von der Basis ist und in der Regel nur den Kontakt zu den Leuten sucht, wo man Zustimmung erhält. Sonst könnte man sich die Frage selbst beantworten. Ja und wenn man weiter so arrogant ist und denkt, mit den 25 % nicht reden zu müssen, die in Chemnitz eine rechte Politik gewählt haben und deren Vertreter weiter in Bund, Ländern und Kommune auszugrenzen, weil man sich moralisch überlegen, dem Mainstream angehörig und medial unterstütz fühlt, dann viel Spaß bei der Kommunalpolitik und der kommenden Landtagswahl! Dieses Wahlergebnis haben sich die etablierten Parteien durch ihr Auftreten in den letzten Jahren „hart erarbeitet“. Und es war zu befürchten, wenn man nicht blind im eigenen Saft geschmort hat und die Meinungen auf der Straße ernst genommen hat. Es sind nicht immer die Anderen Schuld!

  • 17
    15
    27.05.2019

    Wenn die jungen von jetzt bis später denken würden würden sie wie die alten auf ihren "Kaffee to go" verzichten und nicht mit ihren Bechern die Umwelt verschmutzen. Erst mal an die eigene Nase fassen!

  • 6
    14
    27.05.2019

    @Distelblüte: Warum etwas verändern wenn es doch gut ist?

  • 11
    16
    Hinterfragt
    27.05.2019

    Diese männerdiskriminierenden Kommentare gehen mir auf den S...!
    Einige wenige hier dürfen wirklich alles schreiben?
    Stimmt es nicht, dass auf den Bildern der "rechten Demos" die Masse unter 50 ist, FP sollte dringend mal im eigenen Bildmaterial nachsehen!

  • 11
    25
    ArndtBremen
    27.05.2019

    Viele schlechte Verlierer hier. Die ewig Gestrigen eben.

  • 7
    23
    Interessierte
    27.05.2019

    Oder sind das die Westler , die sich hier niedergelassen haben in der Politik und in den Unternehmen und Immobilien und Museen und Theatern und bei der Polizei und in den Restaurants , die die CDU wählen ?

    Und @Thomboy
    Die Jungen denken von jetzt bis später , was zurückliegt , können die nicht einschätzen ...
    Die Alten wissen noch von früher , wie es war und wie sich alles entwickelt hat und wissen , wie es sich weiter entwickeln könnte und ahnen , was auf uns zukommt ...
    Dazu war das letzte "Fakt ist" interessant
    Der älter Mann von ehemals AfD hatte viel Wissen , was die Jungen nicht wissen

  • 20
    17
    Distelblüte
    27.05.2019

    @Intressierte: Wenn ich Ihre Kommentare lese, erklären sich irgendwie die hohen Zugewinne auf rechter Seite. Grauslig.

  • 18
    16
    Distelblüte
    27.05.2019

    @Thomboy: Sie fragen "was hanen sie gegen ältere Männer mit lebenserfahrung? Gerade die wissen um was es geht. Man sollte mehr auf die ältere Bevölkerung mit lebenserfahrung hören."

    Im Grunde gar nichts. Solange sie sich nicht zu wichtig nehmen. Auch aus der privaten Erfahrung heraus kenne ich das Phänomen, dass sich gerade Männer ab 50 schwer mit Veränderungen tun. (Ausnahmen bestätigen die Regel)
    Wenn ich aber Sätze höre wie "das gabs früher aber nicht", "das haben wir schon immer so gemacht", dann halte ich das eher für eine Bremse als einen Motor. Und zuviele Bremsen braucht kein Auto, um beim Bild zu bleiben.
    Die rechten Parteien sprechen nachweislich genau diese ältere Wählerschicht an. Sie stehen für Konservierung, nicht Erneuerung.
    Wir werden sehen, wie viele Konserven Sachsen so verträgt.

  • 19
    16
    Blackadder
    27.05.2019

    @acals: Nein, so lasse ich das nicht stehen. Es ging in der FB Diskussion wirklich darum, dass er dachte BL abgewählt zu haben und das wurde sie nicht. Sie muss auch nicht zurücktreten, denn OB Wahlen sind erst nächstes Jahr.

    Der ehemalige BW Landeschef der AfD ist übrigens heute mit den Worten ausgetreten: "Diese Partei wird von Idioten geleitet."

    http://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/afd-austritt-101.html

    Und wenn 1/3 der Sachsen immer noch der Meinung ist, diese Partei wählen zu müssen, ändert das nichts an meiner Meinung zu ihr. Eine hohe Stimmenzahl macht eine Partei nicht automatisch besser.

  • 12
    21
    Interessierte
    27.05.2019

    Ich versteh jetzt überhaupt nicht , wenn die AfD 23,88 % hat und die CDU nur 19,92% , wieso die CDU gewonnen hat ...... ?

    Und obwohl die CDU vielleicht immer noch besser ist als alle anderen Parteien , frage ich mich trotzdem , weeer ? hier in Sachsen die CDu wählt , wo wir gar keine Christen sind , oder etwa nur , weil die die Wirtschaft bestimmt ?

    Und mich wundert es , dass ´immer zu den Wahlen` der CDU-Kreisverbands-Chef Frank Heinrich im Land ist , wo er doch ständig unterwegs ist und man nie etwas von ihm hört ...

    Und wenn er enttäuscht und erschrocken ist , dann liegt das vielleicht daran , dass er sich nie kümmert , was hier los ist und noch nie etwas gemacht hat für das bzw. ´unser´ Chemnitz - oder ist mir das entgangen ?

    Was ich noch von ihm in Erinnerung habe , das ist ´die Freude über seinen Sieg` auf dem Theaterplatz zur letzten Wahl , und noch eine Situation habe ich im Kopf , was immer das gleich war …

  • 19
    12
    acals
    27.05.2019

    Also @Blacky: Jetzt haben Sie aber voll daneben gegriffen. (Ich meine, dass Sie AfD Wählern in der Tendenz und im Tenor unterstellen nicht ganz klar im Kopf zu sein. Das vertieft Gräben weiter und grenzt 1/3 der Sachsen von vorneherein aus.)

    Wie hat den Gerhard Schröder (SPD) reagiert, als die LTW in NRW weniger gut für die SPD verlief ... als die SPD die regierungsführung verlor? Er stellte sich und seine Politik in Frage (mein Respekt!) - und politisch Interessierten ist dieser Fakt durchaus bekannt.

    Barbara Ludwig (SPD) hat dann "ihre Mehrheit" im Stadtrat verloren. Es völlig legitim nachzufragen was sie denn jetzt macht. Augen zu und weiter so?

  • 25
    19
    Blackadder
    27.05.2019

    Bei Facebook zeigt sich gerade die Kernkompetenz der AfD Wähler: da fragte einer eben ernsthaft, was denn jetzt mit Barbara Ludwig würde. Die wissen nicht mal, WAS sie da gestern gewählt haben!?

  • 19
    10
    DTRFC2005
    27.05.2019

    @Hankman: Nun Pro Chemnitz war, wenn ich nicht irre bei den BTW gar nicht zugelassen. Letztlich ist das Gesamtergebnis fast identisch mit den BTW Ergebnis. Dennoch schlimm genug, das sich viele Wähler vor den Angst und Panikprotestkarren spannen lassen. Ob Wähler beim wählen von Kommunalwahl, Landtagswahl und BTW Unterschiede in ihrem Wahlverhalten zulassen, kann ich schlecht einschätzen. Man könnte bei den Ergebnissen fast vermuten, es ist ihnen egal. Das die Ergebnisse bei der Europawahl etwas höher ausfallen, könnte ich mir denken, das es an der Masse an Wählern in Europa selbst liegt. Der Unterschied zwischen West und Ost ist schon krass, aber durchaus erklärbar. Menschen die 1989 auf die Stareße gingen, hatten sicher nicht gewusst oder besser geglaubt, was man ihnen seit Geburt eingetrichter hat, nämlich das der Westteil Deutschlands den Kapitalismus in Reinkultur lebt. Und nun ist man nach 30 Jahren denn endlich in der Realität angekommen und muss schmerzlich erkennen, das man genau das bekommmen hat, weshalb man damals auf die Straße gegangen ist. Es tut mir leid, aber die Menschen bekommen genau das was sie erwählt haben. Und wenn die AFD Wählerschaft glaubt, das die AFD ihre Probleme löst, werden sie hoffendlich nicht nocheinmal 30 Jahren brauchen um zu erkennen, das man sie wieder enttäuscht zurück lässt. So ein Mneschenleben ist nicht wirklich lang, fürchte ich.

  • 13
    24
    27.05.2019

    So muss es sein. Bravo!

  • 16
    23
    27.05.2019

    @Distelblüte: was hanen sie gegen ältere Männer mit lebenserfahrung? Gerade die wissen um was es geht. Man sollte mehr auf die ältere Bevölkerung mit lebenserfahrung hören.

  • 31
    7
    Hankman
    27.05.2019

    Ich stimme dem FP-Autoren zu: Wechselnde Mehrheiten könnten durchaus interessant werden. Vielleicht kommen ja am Ende trotz allem gute Entscheidungen für die Stadt und ihre Bürger heraus. Unterm Strich bin ich aber schon etwas besorgt, wie groß das Potenzial der Rechten in der Stadt ist. Dass die AfD zulegen würde, war abzusehen. Aber dass auch ein rechtsextremer Verein wie Pro Chemnitz so gut abschneidet, das ist schon bedrückend. Haben sich dessen Wähler tatsächlich mal über diese seltsame Truppe informiert - oder einfach nur gedacht: "Pro klingt schon mal gut ... - ach, was soll's, die nehm ich"? Wenn man sich anschaut, wie die Europawahl gelaufen ist und andere Wahlen in jüngster Zeit, wird klar: Alte Gewissheiten sind nicht mehr sicher. Mann darf nichts mehr als gegeben und unabänderlich hinnehmen. Die Demokratie kann abgewählt werden. Also: Aufpassen!

  • 26
    20
    Distelblüte
    27.05.2019

    @Blackadder: das hat zwar nicht geklappt, aber dafür treten sie mit der ältesten Männerriege von allen an. Das ist doch auch was.

  • 17
    28
    Blackadder
    27.05.2019

    Wollte ProChemnitz nicht zweistellig werden?

  • 21
    36
    27.05.2019

    Na wer sag's denn!



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