Aktion für mehr Rücksicht gegenüber Radfahrern

Die Einsatzfahrzeuge der Polizei und des Chemnitzer Ordnungsamtes werben künftig mit Aufklebern für mehr Rücksicht gegenüber Fahrradfahrern im Straßenverkehr. Dabei wird insbesondere der Mindestabstand von 1,5 Metern beim Überholen thematisiert, der seit einigen Monaten verbindlich gilt. Nachdem die Neuregelung anfangs von vielen Autofahrern recht konsequent beachtet worden sei, scheine deren Einhaltung mittlerweile allmählich wieder etwas nachzulassen, heißt es. Der Radfahrerklub ADFC begrüßt die Aktion. "Wir hoffen, dass sie dazu beiträgt, dass Radfahrer sich sicherer fühlen und sicherer unterwegs sind", sagte ein Sprecher. (micm)

1212 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    RingsOfSaturn
    28.09.2020

    Ich verstehe dieses fast schon reflexartig auftretende Ausspielen der Verkehrsteilnehmer gegeneinander nicht.

    Im Artikel geht es doch darum, dass Radfahrer nun gesetzlich ein Recht auf 1,5m Abstand beim überholt werden haben. Das ist goldrichtig und daran ändert kein Fahrradrowdy oder Radwegspaziergänger etwas.

  • 2
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    cn3boj00
    28.09.2020

    Ich finde es toll, dass die neue StVO in Punkto Abstand zu Radfahrern noch zu gelten scheint. Was die sinnvollen höheren Strafen für Raser betrifft haben ja irgendwelche bescheuerte Politiker einen Rückzieher gemacht. Eigentlich ist völlig unklar, welche StVo novelle nun die letzte gültige ist, und da wundert es mich nicht, wenn einige Autofahrer, die ja jetzt auch wieder schneller fahren dürfen ohne merkliche Strafen zu befürchten sich auch nicht mehr so an den Abstand halten.
    Übrigens gibt es im ländlichen Raum auch Straßen ohne Fußweg. Da hält man zwar jetzt Abstand zu Radfahrern, aber Fußgängern wird beinahe über die Füße gefahren! Ausweichen geht ja nicht wenn man 60 fährt obwohl ein 30 Schild da steht.

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    gelöschter Nutzer
    28.09.2020

    @Hinterfragt Diese Art Fußwege mögen für Radfahrer "freigegeben" sein, jedoch sagt das Schild und die StVO unzweifelhaft dazu, dass der Fußgänger ÜBER dem Radfahrer steht und somit der Radfahrer entsprechend der Fußgängersituation angepasst sein Fahrverhalten einzustellen hat. Der Fußgänger ist lt. diesem Schild ganz klar der benachteiligte Verkehrsteilnehmer auf dem entsprechend beschilderten Weg und konsequenterweise auch besonders schützenswert.

  • 2
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    mops0106
    28.09.2020

    Hinterfragt, da haben Sie natürlich recht. Da kann (muss) man sich aber darauf einstellen, obwohl ich das auch nicht für ideal halte. Der Fußgänger ist nun mal der schwächste Verkehrsteilnehmer.

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    Hinterfragt
    28.09.2020

    "...Aber auf Fußwegen haben Radfahrer trotzdem nichts zu suchen..."
    Das kann man so pauschal nicht sehen.
    Es gibt auch in C viele Fußwege, welche auch für Radfahrer freigegeben sind.

    Siehe http://www.stvu.info/fotos/Zeichen_240_-_Gemeinsamer_Fuss-_und_Radweg.png

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    mops0106
    28.09.2020

    @ÄRainer, dass nicht genug Radwege zur Verfügung stehen und es auf Straßen gefährlich für Radfahrer ist, ist bekannt. Aber auf Fußwegen haben Radfahrer trotzdem nichts zu suchen. Als Fußgänger habe ich da schon mehrere brenzlige Situationen erlebt.

  • 16
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    ralf66
    28.09.2020

    Was ich feststellen muss ist, dass die Radfahrer sobald sie aufs Rad steigen wahrscheinlich zu einem größeren Teil die Straßenverkehrsordnung nicht mehr kennen, es wird gefahren wie man lustig ist, rote Ampeln werden ignoriert, die fahren auf Seitenwegen raus auf die Hauptstraße ohne überhaupt sich mal umzudrehen ob von hinten einer kommt oder nicht, die benutzen Fußgängerwege, das wechseln der Fahrbahnseite im Stadtverkehr wird weder durch Arm raushalten angezeigt noch das sich bei den Manövern umgedreht wird.

  • 10
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    ÄRainer
    28.09.2020

    Ich fahre auch mit dem Rad, muss aber feststellen ,dass einige meiner "Radkollegen ,innen ..." sich nicht an Regeln halten: Rote Ampeln missachten und die Radwege auf der falschen Seite befahren. Bin aber auch ein Sünder, was die teilweise Nutzung der Gehwege angeht.
    Ansonsten muss man schon die Augen aufhalten, um nicht zu Schaden zu kommen.
    Autostraße und Radfahrer ist nicht immer einfach. Bin immer froh eine Radweg nutzen zu können.:-)

  • 14
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    gelöschter Nutzer
    28.09.2020

    @Hinterfragt Wollen sie damit anregen, das man auf Fußwegen Fußgänger malen sollte, damit diese für Radfahrer deutlicher von Radwegen zu unterscheiden sind?

    Ich stelle mal in den Raum, das die Zahl der Radfahrer, die illegal auf Fußwegen nicht nur Fußgänger, sondern auch Rollstuhlfahrer, Rollatorfahrer, Mütter mit Kinderwagen oder Fußgänger mit Kinder oder Hunden, gefährden sehr viel höher ist, als die Anzahl von Fußgängern, die auf dem Radweg durch Herumschlendern, Stehen und Quatschen Fahrradfahrer gefährden.

  • 39
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    thelittlegreen
    28.09.2020

    @Schlossherrchen
    Meine volle Zustimmung.

    Seit der Einführung der Regel halte ich mich auch deutlich bewusster daran diesen Abstand zu gewähren. Im Gegenzug würde ich mich auch über mehr Radfahrer freuen, die den Abstand auch zu "mir" überdenken und sich nicht z.Bsp. an einer Ampel direkt neben mein Auto stellen (unter 0,5m).

  • 19
    21
    Hinterfragt
    28.09.2020

    Nun @Schloßherrchen;
    auf vielen Radwegen pappt z.B. ein Rad und manche sind sogar rot gestrichen. Aber auch das interessiert manchen Fußgänger nicht, da wird auf dem Radweg herumgeschlendert, gestanden und gequatscht ...

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    10
    gelöschter Nutzer
    28.09.2020

    Gute Idee! Könnte man plattformübergreifend auch an Fahrräder pappen, um für mehr Rücksicht von Fahrradfahrern auf Fußwegen zu werben!