Burgstädter Bürgermeister lässt Stadtrat komplett testen

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Kommune hält an Präsenzsitzung und Weihnachtsmarkt fest.

Ein ungewöhnliches Bild: Eine Schlange steht vor der Sitzung des Stadtrates vor dem Rathaussaal in Burgstädt. Wegen der Verschärfung der Coronapandemie werden alle Teilnehmer vom Malteser Hilfsdienst getestet - egal ob genesen, geimpft oder bereits getestet. Nicht bei jedem stößt die Maßnahme auf Akzeptanz. So fragt die AfD-Fraktion, welche rechtliche Grundlage es dafür gibt. Bürgermeister Lars Naumann (FWB) verweist auf das Hausrecht und sagt: "Ich habe dabei ein gutes Gewissen, weil ich gegen eine Ungleichbehandlung bin."

Denn es sei fair, nicht nur Geimpfte und Genesene (2G) zuzulassen, sondern alle Teilnehmer zu testen. Das gebe mehr Sicherheit. Dies werde auch bei künftigen Sitzungen, so in dieser und nächster Woche, so gehandhabt. So nahmen an der Sitzung am Montag 18 Stadträte plus Bürgermeister sowie etwa knapp zehn Gäste teil. Vier Stadträte waren entschuldigt. Alle knapp 30 Tests waren laut David Lehr von den Maltesern negativ. Deshalb schlug Bürgermeister Naumann vor, bei Einhaltung der Mindestabstände könne auf den Mund-Nasen-Schutz verzichtet werden.

Angesichts steigender Inzidenzwerte wollte Naumann von den Stadträten wissen, ob sie weiterhin die Durchführung eines Weihnachtsmarktes, also den Stadtadvent vom 10. bis 12. Dezember, befürworten. Es werde dafür ein Hygienekonzept mit Verweil- und Flaniermeilen erstellt. Aber nicht alle Angebote könnten aufrecht erhalten werden. So findet kein Pyramidenanschieben statt, gibt es den lebendigen Adventskalender nur digital. Während Swen Kiehl von der AfD sich klar für das Fest bekannte, sprach Mandy Irmscher (CDU/Gewerbe- und Handelsverein) ihre Bedenken aus, da für die Organisatoren die Vorbereitung riskant sei, weil die Corona-Auflagen noch ungewiss seien. So könne es durchaus sein, dass das Spektakel kurzfristig abgesagt werde und Händler auf den Kosten sitzen blieben, so Irmscher.

Schließlich bekannte sich die Mehrheit der Stadträte für die Vorbereitung und Durchführung des Stadtadvents. Naumann versprach, den Verein bei den Kosten nicht allein zu lassen. Dafür wolle die Stadt aber auf geplante Feste in Innenräumen wie Sportlerehrung mit Tanz verzichten.

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