Chemnitz: Messerstecher zu drei Jahren Haft verurteilt

Nach einer Messerstecherei Anfang Juli vergangenen Jahres ist ein 22-jähriger Mann vom Landgericht Chemnitz der gefährlichen Körperverletzung schuldig gesproch worden. Er muss nun für drei Jahre hinter Gittern.

Ein 22-jähriger Mann ist am heutigen Mittwoch vom Chemnitzer Landgericht der gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen und zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Angeklagt worden war der afghanische Staatsbürger von der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlags. Er war an einem Streit unter Migranten Anfang Juli vergangenen Jahres vor einem Imbiss an der Brückenstraße/Ecke Straße der Nationen in Chemnitz beteiligt gewesen und hatte dabei einem 20-jährigen Landsmann mit einem Messer in den linken Schulter- und in den Brustbereich gestochen. Dabei soll er gesagt haben, dass er ihn töten wolle. Für die Tötungsabsicht sah das Gericht aber nicht genügend Beweise. Das Opfer hatte lebensgefährliche Verletzungen erlitten, konnte aber durch das Eingreifen eines dritten Afghanen, der dabei vom selben Täter leicht verletzt wurde, noch rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht werden. Der Tatort lag nur wenige Meter von der Stelle entfernt, an der am Rande des Stadtfestes 2018 Daniel H. getötet worden war. Sein Tod hatte zahlreiche, zum Teil ausländerfeindliche Demonstrationen zur Folge gehabt. (mib/lumm)


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.