Chemnitz-Prozess: Staatsanwaltschaft klagt Dolmetscher an

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz erhebt Anklage wegen "versuchter Anstiftung zur Falschaussage" gegen einen Dolmetscher im Verfahren um die Tötung von Daniel H.

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz erhebt Anklage wegen "versuchter Anstiftung zur Falschaussage" gegen einen Dolmetscher im Verfahren um die Tötung von Daniel H. Das bestätigte eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde am Dienstag auf Anfrage. Zu Einzelheiten wollte sich die Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit Verweis auf das laufende Strafverfahren gegen Alaa S. nicht äußern.

Zuvor hatte «Focus online» darüber berichtet. Wie aus der Anklageschrift hervorgeht, habe der Zeuge Younis N. während einer polizeilichen Vernehmung gesagt, dass von Seiten diverser Bekannter des Angeklagten Alaa S. - darunter dem Dolmetscher - Druck auf ihn ausgeübt werde. Er solle seine belastende Aussage bei der Polizei revidieren. 

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Der aus dem Libanon stammende Younis N. ist der Hauptbelastungszeuge im Strafverfahren zur Messerattacke vom Chemnitzer Stadtfestwochenende, bei der im Vorjahr der Chemnitzer Daniel H. getötet wurde. Younis N. ist Koch im Chemnitzer Dönerlokal "Alanya" und soll die Tat direkt gesehen haben. (fp)

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