Chemnitzer finden mehr als 23.000 Euro in München

Eine dreitägige Reise nach Bayern brachte für ein Rentnerpaar aus der Stadt mehr Aufregung als erwartet - inklusive Finderlohn.

Den Fund seines Lebens hat womöglich ein Ehepaar aus Chemnitz in der bayrischen Landeshauptstadt gemacht. Wie die Münchner Polizei am Donnerstag mitteilte, hatten die beiden am Mittwochvormittag die Frauenkirche besucht. In dem Gotteshaus fanden sie in einer Kirchenbank eine Handgelenktasche. Der Inhalt: Bargeld im Wert von mehr als 23.000 Euro, das meiste in Euroscheinen, ein kleinerer Teil in südkoreanischen Won. Das Paar überlegte nicht lange, ob es das Geld nicht doch besser behalten sollte, sondern gab die Tasche umgehend auf einer Polizeiwache ab.

Er habe das Geld nicht einmal nachgezählt, weil er mit den Betroffenen mitgefühlt habe, sagte der Finder Joachim Putschke am Donnerstag der "Freien Presse". "Als ich die vielen 500-Euro-Scheine gesehen habe, wusste ich: Wenn die Eigentümer das Geld nicht zurückbekommen, wäre ihr Urlaub gelaufen gewesen", so der 70-Jährige, der früher als Kfz-Schlosser gearbeitet hat. Daher seien ihm und seiner Frau überhaupt nicht in den Sinn gekommen, das Geld zu behalten.


Der Eigentümer der Tasche, ein 35-jähriger Südkoreaner, hat sich nach Angaben der Münchner Polizei noch am Mittwochabend gemeldet und den Verlust angezeigt. Er habe glaubhaft versichern können, dass ihm die Tasche gehört, so ein Polizeisprecher. Daraufhin habe er sein Geld zurückerhalten.

Joachim Putschke und seine Frau können sich nun über den Finderlohn in Höhe von über 700 Euro freuen. Was sie mit dem Geld machen, wisse er noch nicht, sagt der Rentner. Vielleicht gehen die beiden ja noch einmal auf Reise - zu einem Städtetrip nach München. (su)

Bewertung des Artikels: Ø 3.2 Sterne bei 6 Bewertungen
8Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    0
    Steuerzahler
    13.05.2019

    Wenn mich nicht alles täuscht war das Geld die Reisekasse der ganzen Reisegruppe. So viel zu den Spekulationen!

  • 3
    1
    Distelblüte
    13.05.2019

    @Eichelhäher: Es geht Sie und andere schlicht nichts an, ob und wieviel Geld jemand durch die Stadt trägt.
    Es ist auch kein Anlass für Verdächtigungen.
    Wieso erregen Sie sich über den Betrag?

  • 3
    1
    Freigeist14
    13.05.2019

    Eichelhäher@ und wenn die Koreaner mit 50.000 Euro herum reisen : Was geht das das Rentnerehepaar an ? Zuviel "Verdachtsfälle " auf SAT 1 geschaut ?

  • 2
    8
    Eichelhäher65
    13.05.2019

    Zu Distelblüte: Sobald irgendwann Ausländer im Spiel sind, heisst es sofort: Rassismus ! Was für ein Schwachsinn ! Natürlich wäre auch jeder andere verdächtig, wenn er mit soviel Bargeld spazieren geht und eine Überprüfung wäre angebracht. Es ist nicht normal für einen Urlaub soviel Geld einzupacken, zumal heute üblicherweise alles mit Kreditkarte vor allem im Ausland bezahlt wird.

  • 10
    7
    Distelblüte
    10.05.2019

    @Eichelhäher: Dass Sie die Herkunft ins Spiel bringen, lässt einen latenten Rassismus vermuten. Ist das so normal für Sie, dass es gar nicht mehr auffällt, weil viele so denken?
    Respekt für das Paar.

  • 0
    12
    Eichelhäher65
    10.05.2019

    Die Frage ist hier aber leider, warum läuft ein Koreaner mit soviel Bargeld in der Stadt herum ? Man könnte hier so allerhand vermuten. 23.000 braucht schließlich keiner für einen Städteurlaub ! Die Finder sind schon sehr naiv. Klar muss es abgegeben werden, aber vielleicht hätte sich die Polizei einmal der Sache annehmen sollen.

  • 11
    1
    CPärchen
    09.05.2019

    Ein nettes Paar!

  • 3
    16
    AmZeisigwald
    09.05.2019

    Kollekte?



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