Friedenstag: Ukrainerin Aljona Savchenko wendet sich an die Chemnitzer

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Die Eiskunstlauf-Olympiasiegerin und langjährige Chemnitzerin sendet anlässlich des Friedenstags eine Videobotschaft. Sie hat Angst um ihre Familienmitglieder in der Heimat.

Chemnitz.

Die Eiskunstlauf-Olympiasiegerin und langjährige Chemnitzerin Aljona Savchenko hat sich in einer Videobotschaft anlässlich des heutigen Friedenstags an die Chemnitzerinnen und Chemnitzer gewandt. In dem fast vierminütigen Clip beschreibt die Ukrainerin ihre Gefühle in Anbetracht des Krieges in ihrer Heimat: "Das Leid meiner Landsleute macht mich unfassbar traurig. Klar, ich lebe schon lange in Deutschland, aber in meinem Herzen werde ich immer Ukrainerin bleiben. Ich bin dort geboren, meine Eltern, meine Brüder, meine Verwandten leben dort. Meine Gedanken sind ständig bei Ihnen. Ich habe ständig Angst, dass ich meine liebsten Menschen nie mehr umarmen kann", sagt sie. Zugleich zeigte sie sich gerührt von den vielen Spenden und Hilfsleistungen für ihr Land. "Diese riesige Anteilnahme ist überwältigend." An die Chemnitzerinnen und Chemnitzer gerichtet, sagt sie: "Bitte unterstützt uns." Das Video soll im Rahmen der Hauptveranstaltung des Friedenstags ab 18 Uhr auf dem Neumarkt eingespielt werden. Savchenko war 2003 nach Chemnitz gekommen und hat bis 2014 in der Stadt gelebt und trainiert. Aktuell lebt sie in Oberstdorf.

Im "Spiegel" berichtet sie, dass das Haus ihrer Eltern 40 Kilometer von Kiew entfernt liegt und dass in der Nähe eine Rakete eingeschlagen sei. Von Verwandten im Osten des Landes habe sie seit Tagen nichts gehört. "Ich habe keine Ahnung, ob sie noch am Leben sind." (lumm)

Der verlorene Frieden - eine Betrachtung zum Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz

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